Stuttgart plant 1.670 neue Wohnungen im Rosenstein-Quartier
Nachhaltiges Wohnprojekt am Hauptbahnhof stößt auf Bürgerwiderstand

Stuttgart steht vor einem wichtigen Entwicklungsschritt: Mit dem Beschluss des Ausschusses für Stadtentwicklung und Technik zum Bebauungsplan für das sogenannte A2-Areal nimmt eines der größten innerstädtischen Wohnungsbauprojekte Deutschlands, das Projekt Rosenstein, weiter Form an.
Wegweisender Aufstellungsbeschluss für das A2-Areal
Am 16. Juli 2025 wurde im Stuttgarter Rathaus ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Neugestaltung des Rosenstein-Quartiers gemacht. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik stimmte mit großer Mehrheit für den Bebauungsplan des Teilgebiets A2. Das Gebiet befindet sich zentral zwischen Hauptbahnhof und Wolframstraße und ist ein zentraler Bestandteil des entstehenden Stadtviertels Rosenstein – mitten im urbanen Herzen von Stuttgart.
Das A2-Areal soll sich in einen zukunftsweisenden Wohn- und Lebensraum verwandeln: Im Vordergrund stehen Nachhaltigkeit, Vielfältigkeit der Nutzung, attraktive öffentliche Räume, kulturelle Angebote und eine international beachtete Architektur. Besonders in Zeiten hoher Wohnungsnachfrage entsteht hier neuer, bezahlbarer Wohnraum für tausende Menschen.
Visionen für das neue Quartier
Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper betont die Bedeutung des Projekts:
„Der vom Ausschuss mehrheitlich gefasste Beschluss soll den Weg frei machen für das größte Wohnungsbauprojekt unserer Stadt. Der Sinn und Zweck des Bürgerbegehrens sind für mich nicht nachvollziehbar: Sollte der Aufstellungsbeschluss per Bürgerentscheid aufgehoben werden, droht eine innerstädtische Brachfläche ohne Entwicklungsperspektive. Die Initiatoren des Bürgerbegehrens wollen die Flächen dem Bahnverkehr freihalten, obwohl dort keine Züge mehr fahren werden.“
Bürgerbegehren stellt Bebauung in Frage
Mit dem Aufstellungsbeschluss ist zugleich ein Bürgerbegehren gestartet worden, das die geplante Entwicklung stoppen könnte. Sollte der Bebauungsplan durch einen Bürgerentscheid aufgehoben werden, bliebe die Fläche zunächst ohne Entwicklungsperspektive erhalten. Die Flächen würden weiterhin für den Bahnverkehr freigehalten, auch wenn dort laut Oberbürgermeister Dr. Nopper keine Züge mehr verkehren sollen. Die Deutsche Bahn entscheidet über die verkehrliche Nutzung.
Rahmenplan und Ausblick
Der bereits beschlossene Rahmenplan für das Areal A2 ist auf Klimaanpassung ausgerichtet. Der Plan sieht vor, dass künftig der Schlossgarten und das Europaviertel zusammenwachsen. Entlang der Athener Straße entsteht ein durchgehendes grünes Sport- und Erholungsband, das den Einwohnern und Besuchern der Stadt neue Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und Erholung bieten wird.
Die Entscheidungen um das A2-Areal und das größere Rosenstein-Projekt werden die Stadtentwicklung Stuttgarts noch über Jahre prägen – und die Diskussion um bezahlbaren Wohnraum, nachhaltige Infrastruktur und die Zukunft innerstädtischer Flächen weiter vorantreiben.
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