Bad Waldsee hängt 20 Nistkästen gegen den Eichenprozessionsspinner auf

Bad Waldsee hat 20 Nistkästen für Meisen aufgehängt. Die Vögel sollen im Frühjahr junge Eichenprozessionsspinner-Raupen fressen.

Von Bad Waldsees Redaktion1 Min. Lesezeit
Insgesamt 20 Nistkästen für Meisen wurden aufgehängt.

Foto: Christian Heilemann/Städtischer Baubetriebshof

Foto: Christian Heilemann/Städtischer Baubetriebshof

In Bad Waldsee wurden im Herbst 20 Nistkästen für Blau- und Kohlmeisen aufgehängt. Die Stadt setzt damit neben Maßnahmen bei akutem Befall auf natürliche Unterstützung: Die Vögel sollen im kommenden Frühjahr junge Raupen des Eichenprozessionsspinners fressen, bevor diese ihre gesundheitsschädlichen Brennhaare ausbilden.

Die Nistkästen wurden in Abstimmung mit dem NABU an ausgewählten Standorten angebracht. Sie befinden sich an Bäumen, die bereits vom Eichenprozessionsspinner befallen waren, oder in deren unmittelbarer Nähe. Der frühe Zeitpunkt soll dazu beitragen, dass die Vögel die Kästen möglichst bald annehmen.

Zehnmal so viele Nester festgestellt

Die Zahl der festgestellten Nester war in diesem Jahr zehnmal so hoch wie im Vorjahr. Bereits im Juni wurden die entdeckten Nester fachgerecht verklebt, um zu verhindern, dass sich die feinen Brennhaare unkontrolliert verbreiten. Diese können Hautreizungen, allergische Reaktionen und Atemwegsbeschwerden auslösen.

Weitere Vorsorgemaßnahmen für das kommende Jahr werden nach Angaben der Stadtverwaltung noch diskutiert. Welche zusätzlichen Schritte umgesetzt werden, steht bislang nicht fest.

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