Bad Waldsee sammelt Ideen für mögliche Landesgartenschau
Wie könnten Freiräume, Altstadt und weitere Bereiche Bad Waldsees künftig gestaltet und miteinander verbunden werden? Bei zwei Veranstaltungen zur Bewerbung um eine Landesgartenschau ab 2037 brachten Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Handel und Gastronomie ihre Anregungen ein.
Beim Bürgerworkshop am 10. Oktober stellten Fachplaner des Büros Planstatt Senner die bisherigen Überlegungen und räumlichen Schwerpunkte vor. Architektin Lina Wittfoht präsentierte Möglichkeiten für eine neue Stadthalle. Oberbürgermeister Matthias Henne und Bürgermeisterin Monika Ludy begleiteten den Austausch. Die Hinweise aus dem Workshop sollen in die Finalisierung des Konzepts einfließen.
Altstadt und Erreichbarkeit im Blick
Bei einer Informationsveranstaltung am 13. Oktober ging es um mögliche Auswirkungen einer Gartenschau auf die Innenstadt. Händler, Gastronomen und Bewohner der Altstadt sprachen unter anderem über Erreichbarkeit, Parkmöglichkeiten, Besucherströme und die Belange der ansässigen Betriebe.
Das bisherige Konzept betrachtet fünf räumliche Schwerpunkte: die historische Stadt, den Bereich Stadtsee und Stadtpark mit der Wiese beziehungsweise dem Areal beim ehemaligen Krankenhaus, Schlosssee, Schlosspark und Bleiche, den Waldpark sowie das neue Stadtgebiet rund um das Bahn- und BAG-Areal. Die Überlegungen sollen auch über eine mögliche Gartenschau hinausreichen und Fragen der Freiraumgestaltung, der Verbindungen und der Aufenthaltsqualität berücksichtigen.
Bewerbungsphase läuft
Bad Waldsee befindet sich nach Angaben der Stadt derzeit in der Bewerbungs- und Konzeptionsphase. Die Ideen werden gesammelt und im Rahmen einer Machbarkeitsstudie geprüft. Das Bewerbungsfenster für Landesgartenschauen ab 2037 soll sich im kommenden Jahr öffnen; erst dann können Kommunen ihre Bewerbungen einreichen.
In den vergangenen rund eineinhalb Jahren wurden laut Mitteilung unter anderem Bürgerinnen und Bürger, der Gemeinderat, Vereine, Ortschaften, Seniorinnen und Senioren, Jugendliche sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Handel und Gastronomie in die Überlegungen einbezogen. Unabhängig von einer möglichen Zuschlagserteilung könnten die Erkenntnisse in die weitere Stadtentwicklung einfließen. Dazu zählt laut Stadt auch eine mögliche Fortschreibung des 2011 begonnenen städtebaulichen Rahmenplans.
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