Hitzeschäden im Stadtwald: Alte Bäume entlang der Wege werden entfernt

Der Hitzesommer 2026 hat im Stadtwald Bad Waldsee alte Buchen und Lärchen geschädigt. Ab Kalenderwoche 43 sollen gefährliche Bäume entlang stark genutzter Wege entfernt werden.

Von Bad Waldsees Redaktion2 Min. Lesezeit

Der Hitzesommer 2026 hat im Stadtwald Bad Waldsee deutliche Schäden hinterlassen. Seit Anfang August sind zahlreiche alte Buchen und Lärchen vertrocknet und abgestorben. Entlang stark genutzter Wege sollen die gefährlichen Bäume nun entfernt werden.

Die Holzerntearbeiten sollen in der Kalenderwoche 43 beginnen. Besonders betroffen ist das Tannenbühl. Schäden wurden auch auf dem Döchtbühl und am Waldrand in Richtung Haistergau sichtbar, vor allem auf den dortigen Moränenrücken. Die Stadt bittet Waldbesucher, Absperrungen unbedingt zu beachten.

Betroffen sind vor allem etwa 140 bis 160 Jahre alte Bäume. Aufgrund ihres Alters weisen sie bereits Vorschäden auf und sind weniger widerstandsfähig als jüngere Bäume. Herabfallende Äste und Kronenteile sowie umstürzende Bäume könnten entlang der Wege Menschen gefährden.

Abseits der Wege bleiben viele alte Bäume stehen

Abseits der Wege sollen alte Bäume aus ökologischen Gründen in großer Zahl erhalten bleiben. Sie bieten Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Auch dort besteht jedoch Gefahr: Bei Wind und Schnee können Äste oder Kronenteile abbrechen. Die Stadt empfiehlt deshalb dringend, sich von abgestorbenen Bäumen fernzuhalten und entsprechende Bereiche bei ungünstiger Witterung nicht zu betreten.

Als Ursachen für die Schäden nennt die Mitteilung die anhaltende Trockenheit, hohe Temperaturen und intensive Sonneneinstrahlung. Bereits im Winter hatte es zu wenig Niederschlag gegeben; die Trockenheit setzte sich im Frühjahr und Sommer fort.

Auch die im Frühjahr 2026 angelegten Pflanzungen auf den Freiflächen nach dem Borkenkäferbefall erlitten erhebliche Ausfälle. Die Flächen waren entstanden, nachdem 2025 eine erhebliche Menge von Buchdrucker geschädigten Fichten eingeschlagen worden war. Die Ausfälle verursachten laut Mitteilung einen großen finanziellen Schaden.

Bei den Buchen kam hinzu, dass sie im Frühjahr besonders stark blühten und viele Bucheckern ausbildeten. Diese Kraftanstrengung, der Wassermangel und die Hitze belasteten die Bäume zusätzlich. Die intensive Sonneneinstrahlung führte außerdem zu deutlichen Schäden an den Blättern. Im Tannenbühl lag nach Windereignissen bereits im August stellenweise rotes Buchenlaub zentimeterhoch auf dem Waldboden.

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