Stadtgeschichtliche Ausstellung im Kornhaus schließt mit mehr als 8.500 Gästen
Die stadtgeschichtliche Ausstellung im Kornhaus ist am Sonntag mit dem letzten Proseccoabend zu Ende gegangen. Seit ihrer Eröffnung am 29. März besuchten mehr als 8.500 Gäste die Schau, die anlässlich des Jubiläumsjahres 2026 gezeigt wurde.
Zu den besonders gefragten Teilen zählten ein neues Stadtmodell aus dem 3-D-Drucker und eine Videostation im ersten Obergeschoss. Beide wurden vom Museums- und Heimatverein Bad Waldsee beigesteuert und bleiben dauerhaft im Kornhaus. Unterstützt wurden sie durch das LEADER-Programm der Europäischen Union und verschiedene Sponsoren.
Führungen und Angebote für Kinder
Zum Rahmenprogramm gehörten mehr als 50 Führungen und acht Proseccoabende. Hinzu kamen rund 20 Führungen für Schulklassen sowie einzelne Führungen auf Französisch für Gäste aus Bâgé. Kinder konnten bei einer Rallye während des Altstadt- und Seenachtfests mitmachen und im Ferienprogramm einen Beitrag für eine Zeitkapsel für das Jahr 2126 gestalten.
Zu den gezeigten Themen und Exponaten zählten die Stadtrechtssammlung aus dem Jahr 1350, Planungen zum Bahnhof auf der Bleiche und Zeitzeugenberichte zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Weitere Stationen beleuchteten unter anderem den Ersten Weltkrieg, Waldsees Entwicklung zur Kurstadt, die Zeit des Nationalsozialismus und das Wirtschaftswunder. Zu sehen war auch ein Original-Eriba-Puck aus dem Jahr 1963.
Die Stadt verwies auf die Arbeit von mehr als 100 ehrenamtlichen Aufsichten und Helfern aus dem Museums- und Heimatverein. Die erweiterten Öffnungszeiten umfassten sechs Tage pro Woche.
Virtuelle Tour und Dokumentation geplant
Die Ausstellung wurde mit einer 360-Grad-Kamera dokumentiert. Nach abschließenden technischen Arbeiten soll die virtuelle Tour auf der Internetseite des Museums- und Heimatvereins zu sehen sein. Außerdem ist eine Dokumentation in Katalogform mit zusätzlichen Informationen zu den insgesamt 28 Stationen geplant.
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