Fellbach investiert 336.000 Euro in den Brandschutz im Rathaus

Der Fellbacher Gemeinderat hat am Dienstag, 20. Oktober, beschlossen, die im investiven Haushalt 2026 bereitgestellten 336.000 Euro für die weitere Planung und Umsetzung des ersten Bauabschnitts zum Brandschutz im Rathaus einzusetzen. Für 2027 sollen zusätzlich zu den bereits angemeldeten Investitionsmitteln weitere 350.000 Euro im Ergebnishaushalt veranschlagt werden.
Arbeiten und Verschiebungen
Erste Verbesserungen sind bereits erfolgt: Türen zwischen den Vorräumen der Treppenhäuser und den Fluren wurden brandschutztechnisch ertüchtigt. Geplant sind außerdem zusätzliche Öffnungen für den Rauch- und Wärmeabzug im zweiten Untergeschoss der Tiefgarage, Brandschutztüren für Archiv- und Technikbereiche sowie Löschwasserleitungen in den drei Treppenhäusern. Die Rauchabzugsöffnungen sollen gemeinsam mit den anstehenden Betonsanierungsarbeiten in der Tiefgarage hergestellt werden. Die gebündelte Ausführung soll Zeit und Kosten sparen.
Einige Maßnahmen verschieben sich auf 2027. Dazu gehören die automatische Abschaltung der Lüftungsanlagen im Brandfall sowie der Austausch von Überströmklappen und älteren Brandschutztüren in den Sicherheitsschleusen der Tiefgarage. Als Gründe nennt die Stadt unter anderem aufwendige Bestandsaufnahmen, vorgezogene Arbeiten für die Neuvermietung des Rathausrestaurants, zusätzliche Aufgaben nach dem Brand am Abgaskamin des Notstromaggregats im Februar 2026 und personelle Engpässe beim Fachplanungsbüro.
Weitere Maßnahmen bis 2033
Für die über die bereits genannten Arbeiten hinaus im Brandschutzkonzept vorgesehenen Maßnahmen werden weitere rund 4,7 Millionen Euro geschätzt. Die Verwaltung schlägt vor, diese abhängig von ihrer Priorität und der Haushaltslage bis 2033 umzusetzen. Über die jeweiligen Maßnahmenpakete und Mittel soll in den jährlichen Haushaltsberatungen entschieden werden. Baubürgermeisterin Beatrice Soltys sagte: „Wir schauen von Jahr zu Jahr.“
Andreas Möhlmann (SPD) sagte, es sei richtig, nicht alle Maßnahmen auf einmal umzusetzen, betonte aber zugleich die Bedeutung der Sicherheit. Sara Schmalzried (Grüne) erklärte: „Wir müssen auch in einer schwierigen Haushaltslage weitere Gelder bereitstellen. Denn die Stadt Fellbach ist gut beraten, nicht dort zu sparen, wo es um Sicherheit geht.“ Franz Plappert (CDU) unterstützte sinnvolle Brandschutzmaßnahmen zum Schutz der Bürger und Mitarbeitenden sowie zum Werterhalt des Gebäudes.
Peter Treiber (FW/FD) betonte, dass alle Menschen das Rathaus im Ernstfall sicher verlassen können müssten. Für die Umsetzung bis 2033 sei ihm wichtig, Finanzierungsmöglichkeiten wie Denkmalschutzmittel und Sondervermögen im Blick zu behalten.
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