Gemeinderäte prüfen Haushaltsplanung zum Abriss der Hundseck-Ruine
Der Abriss der Hundseck-Ruine kann frühestens im kommenden Jahr erfolgen. Nach Angaben aus einer aktuellen Mitteilung sind die Kosten für den Rückbau deutlich höher als ursprünglich angenommen und damit zum entscheidenden Punkt für die weitere Planung geworden.
Lastenteilung bereits vereinbart
Das Land Baden-Württemberg, die Stadt Bühl, die Gemeinde Ottersweier und das Landratsamt Rastatt hatten sich in diesem Frühjahr auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Kern der Einigung war eine Lastenteilung: Die Stadt Bühl ist für den ordnungsgemäßen Abriss zuständig, das Landratsamt Rastatt für die Entsorgung des Abbruchmaterials. Das Land Baden-Württemberg würde die Entsorgungskosten übernehmen, falls Vollstreckungsmaßnahmen gegenüber den pflichtigen Eigentümern nicht erfolgreich sind.
Als voraussichtlich frühestmöglicher Zeitpunkt für einen Abriss war damals der September 2026 genannt worden.
Kosten deutlich höher als erwartet
Nach dem von einem externen Planer im Auftrag der Stadt Bühl erstellten Leistungsverzeichnis, das als Grundlage für eine Ausschreibung dienen soll, ist bereits allein für den Abbruch mit einem wesentlich höheren Betrag zu rechnen als ursprünglich angenommen.
Die Kosten verteilen sich auf Bühl und Ottersweier, weil das Gebäude auf Ottersweierer Gemarkung steht und die Stadt Bühl als Baurechtsbehörde für Ottersweier den Abriss beauftragen muss. Beide Kommunen waren von einem deutlich geringeren Eigenanteil im fünfstelligen Bereich ausgegangen. Nach Angaben der Mitteilung können sie eine höhere Summe unter anderem wegen der auch in den kommenden Jahren angespannten Haushaltslagen nicht aufbringen.
Gespräche mit dem Land ohne weiteren Erfolg
Stadt Bühl und Gemeinde Ottersweier hatten sich deshalb im Sommer an das Staatsministerium gewandt und um die Übernahme weiterer Kosten gebeten. Dieses Anliegen blieb jedoch ohne Erfolg. Das Land übernimmt bereits den Kostenanteil für die Entsorgung des abzureißenden Gebäudes sowie des bereits vor Ort liegenden Materials.
Wie es nun weitergeht
Eine tragfähige Gesamtfinanzierung liegt bislang nicht vor. An der grundsätzlichen Bereitschaft aller Beteiligten, die Ruine zu beseitigen, ändert das nach Darstellung der Mitteilung jedoch nichts. Auch die zugesagte Unterstützung des Landes bleibt bestehen.
Mit dem jüngsten Sachstand werden sich nun die Gemeinderäte der Stadt Bühl und der Gemeinde Ottersweier befassen. Im Rahmen der jeweiligen Haushaltsplanung soll beraten werden, ob der Abriss unter den aktuellen Umständen leistbar ist.
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