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Freudenstadt erhält das Prädikat „Rosenstadt“

Deutsche Rosengesellschaft zeichnet jahrelange Arbeit für Rosen im öffentlichen Raum aus

Von Neues aus Freudenstadt11.09.26, 20:19

Freudenstadt ist jetzt offiziell eine Rosenstadt. Die Deutsche Rosengesellschaft verlieh das seltene Prädikat am Freitag in einem Festakt im Foyer des Kurhauses.

Oberbürgermeister Adrian Sonder und Dr. Ulrich Schanbacher, Vorsitzender der Schwarzwälder Rosenfreunde in Freudenstadt, nahmen die Auszeichnung von Präsidentin Dr. Renate Neumann-Schäfer entgegen.

Mit dem Prädikat würdigt die Gesellschaft die aktuelle und jahrzehntelange Arbeit in Freudenstadt, Rosen im öffentlichen Raum des Stadtgebiets zu pflanzen, zu pflegen und zu kultivieren. Freudenstadt ist nach Baden-Baden, wo die Gesellschaft ihren Sitz hat, erst die zweite offizielle Rosenstadt in Baden-Württemberg. Als dritte Kommune gehört das Rosendorf Nöggenschwiel im Südschwarzwald zum Verbund.

Oberbürgermeister Adrian Sonder sprach von Anerkennung und Ansporn zugleich. Er dankte der Rosengesellschaft und den Schwarzwälder Rosenfreunden um ihren Vorsitzenden Ulrich Schanbacher, die bereits vor Jahrzehnten damit begonnen hatten, den Freudenstädter Rosenweg von der Stadt hinauf auf den Kienberg anzulegen. Dort wächst inzwischen eine vierstellige Zahl verschiedener Wild- und Edelrosensorten. Auch im Stadtgebiet blühen an vielen Plätzen Rosen, und es sollen noch mehr werden.

Sonder erklärte zudem, schon das Bewerbungsverfahren habe etwas ausgelöst, sowohl in der Stadtgemeinschaft als auch im Einzelhandel. Er rief die Einwohner dazu auf, weitere Rosen an sichtbaren Plätzen rund um ihre Häuser zu pflanzen.

Ulrich Schanbacher kündigte an, die Schwarzwälder Rosenfreunde würden sich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Bemühungen nicht nachlassen. Er sagte, man sei sehr stolz auf das Prädikat. Die Auszeichnung und die Rosen selbst seien ein Gewinn. Es sei ein eindrucksvolles Erlebnis, die Natur anhand der Rose im Lauf der Jahreszeiten zu beobachten.

Dr. Renate Neumann-Schäfer, Präsidentin der rund 140 Jahre alten Gesellschaft, ermutigte Freudenstadt, das Thema voranzutreiben. Sie betonte, dass eine Rose, wenn sie erst einmal Wurzeln geschlagen habe, eine sehr treue Begleiterin sei und harte Winter sowie heiße Sommer gut überstehe. Zugleich hob sie hervor, dass das Prädikat erst nach sehr sorgfältiger und kritischer Prüfung vergeben werde und deshalb sehr begehrt sei. Es eigne sich nicht für eine schnell aus dem Boden gestampfte Marketingkampagne. Das Thema müsse intensiv in einer Stadt gelebt werden und im Stadtbild sichtbar sein.

Die Feier wurde von der Stadtkapelle Freudenstadt umrahmt. Zahlreiche Besucher kamen zur Verleihung, darunter Mitglieder des Gemeinderats sowie Mitarbeiter des städtischen Baubetriebsamts, die die Grünflächen im Stadtgebiet bepflanzen und pflegen.

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Hohe Auszeichnung für Freudenstadt: Oberbürgermeister Adrian Sonder (links), Dr. Renate Neumann-Schäfer und Dr. Ulrich Schanbacher bei der Verleihung des Prädikats "Rosenstadt".
Hohe Auszeichnung für Freudenstadt: Oberbürgermeister Adrian Sonder (links), Dr. Renate Neumann-Schäfer und Dr. Ulrich Schanbacher bei der Verleihung des Prädikats "Rosenstadt".Foto: Rath/Stadtverwaltung

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