Konstanz beschließt Klimaanpassungskonzept gegen Hitze und Starkregen

Konstanz stellt das beschlossene Klimaanpassungskonzept am 4. November im Konzil vor. Es zeigt Risiken durch Hitze, Trockenheit und Überflutung sowie geplante Maßnahmen.

Von Neues aus Konstanz2 Min. Lesezeit
Sonnenhut und Wasserflasche im Schatten

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Der Konstanzer Gemeinderat hat am 22. Oktober das Klimaanpassungskonzept der Stadt beschlossen. Es zeigt, wo Quartiere besonders von Hitze, Trockenheit und Überflutung bedroht sind, und bündelt Maßnahmen, mit denen die Stadt auf die Folgen des Klimawandels reagieren will.

Bei einer öffentlichen Abschlussveranstaltung am Mittwoch, 4. November 2026, wird das Konzept von 18 bis 20 Uhr im Konzil, im Sigismund-Saal, vorgestellt. Auf dem Programm stehen die zentralen Inhalte und Ziele sowie geplante Maßnahmen. Besucherinnen und Besucher können sich außerdem über laufende Vorhaben und die nächsten Schritte informieren. Die Stadt bittet um eine unverbindliche Anmeldung bis zum 2. November unter eveeno.com/klak-konstanzexterner Link, öffnet ein neues Fenster.

Analyse und Maßnahmen für fünf Bereiche

Das Konzept trägt den Titel „Konzept zu nachhaltiger integrierter Klimawandelanpassung und natürlichem Klimaschutz für die Stadt Konstanz“ (KLAK). Es umfasst eine Klimawirkungsanalyse, eine Untersuchung der Betroffenheit und einen auf Konstanz zugeschnittenen Maßnahmenkatalog. Die Maßnahmen verteilen sich auf fünf Handlungsfelder: Grün- und Freiräume, öffentliche Plätze und Mobilitätsräume, wassersensible Siedlungsstruktur, Siedlungsstruktur und Gebäude sowie Kommunikation und Steuerung.

Drei Konzeptpläne vertiefen das nächtliche Kaltluftsystem, eine hitzesensible Stadtentwicklung und die Überflutungsvorsorge. Als vorrangige Aufgaben nennt das Konzept thermische Hotspots, problematische Bereiche im Wohnumfeld und bei Tagesaufenthalten sowie Defizite bei Grünflächen. Es berücksichtigt auch, wie stark ältere Menschen, Kinder unter sechs Jahren und Menschen mit geringem Einkommen betroffen sind.

Fahrplan bezieht bestehende Haushaltsmittel ein

Der Umsetzungsfahrplan orientiert sich an der aktuellen Finanzplanung, ordnet priorisierte Maßnahmen zeitlichen Horizonten zu und bündelt auch Vorhaben, die in den Teilhaushalten bereits eingeplant sind. Zusätzliche Mittel wurden angesichts der Haushaltslage nicht angemeldet. Über die Finanzierung weiterer Maßnahmen soll der Gemeinderat in künftigen Haushaltsberatungen entscheiden.

Für die Konzepterstellung waren keine zusätzlichen städtischen Mittel notwendig: Sie wurde durch Zuwendungen aus dem Bundesprogramm ANK-DAS-A.1 und Landesmittel finanziert. Die Klimaanalyse und die Untersuchung der Verwundbarkeit erhielten Förderung über das Landesprogramm KLIMOPASS.

Maßnahmen laufen bereits

Baumquartiere im öffentlichen Raum werden schrittweise saniert und neu bepflanzt. Am Stephansplatz soll bis Ende 2027 eine nahezu vollständig versiegelte Fläche zu einem kühleren Platz umgestaltet werden. Geplant sind 26 neue Bäume, Sitzgelegenheiten, Sprühvernebler und ein Trinkbrunnen. Insgesamt gibt es in der Stadt 25 Brunnen mit Trinkwasser, darunter zwölf Trinkbrunnen. Temporäre Sommerorte am Augustinerplatz, im Pfalzgarten und am Bodanplatz boten an heißen Tagen Schatten und Verdunstungskühle.

Das parallel laufende Starkregenrisikomanagement soll bis Ende 2027 mit einem Handlungskonzept abgeschlossen werden. Seine Ergebnisse sollen in das Controlling des Klimaanpassungskonzepts einfließen.

Hinweise aus Beteiligungsformaten flossen in die Prioritäten ein

An der Erarbeitung wirkten Vertreterinnen und Vertreter lokaler Institutionen und Organisationen mit. Die Öffentlichkeit war über zwei Beteiligungsformate eingebunden: Teilnehmende konnten Maßnahmen im Stadtraum verorten und Prioritäten setzen. Ihre Hinweise flossen in die Priorisierung des Maßnahmenkatalogs ein.

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