Neckarsulm dankt 70 ehrenamtlichen Grünpaten

In Neckarsulm pflegen 70 Grünpatinnen und Grünpaten Bäume und Grünflächen. Die Stadt sucht weitere Freiwillige für Patenschaften.

Von Neues aus Neckarsulm2 Min. Lesezeit
Bei der Patenschaftsfeier in der Volkshochschule Neckarsulm bedankte sich die Stadt bei den Grünpaten für die ehrenamtliche Pflege städtischer Bäume und Grünflächen.

Foto: Stadt Neckarsulm

Foto: Stadt Neckarsulm

In Neckarsulm kümmern sich 70 ehrenamtliche Grünpatinnen und Grünpaten um städtische Bäume und Grünflächen. Die Stadt dankte ihnen bei einer Patenschaftsfeier in der städtischen Volkshochschule. An der Feier nahmen 26 Patinnen und Paten teil.

Bürgermeisterin Dr. Suzanne Mösel würdigte die regelmäßige Pflege ausgewählter Bäume, Pflanzen und Beete. Angesichts des Klimawandels und der damit verbundenen extremen sommerlichen Trockenheit sei das Engagement wichtig.

Ökologie und Grünpflege

Bei einem Vortrag berichtete Günter Glaser, stellvertretender Leiter des Bauhofs und für die städtischen Grünflächen zuständig, über umgesetzte Projekte und aktuelle Themen. Dazu zählten Gewässer-Renaturierungen und Flächenentsiegelungen im Bereich der neuen Geh- und Radwegeunterführung Neckarstraße. Die angrenzenden öffentlichen Freiflächen am Karlsplatz sollen nach einem Beschluss des Gemeinderats umgestaltet und an die Unterführung angebunden werden.

Glaser sprach auch über die Überarbeitung der städtischen Naturdenkmal-Verordnung und die Neuausweisung von Einzel- und Flächen-Naturdenkmalen. Weitere Themen waren veränderte Ansprüche an Baumquartiere und Maßnahmen im Starkregenrisikomanagement.

Außerdem ging es um Neckarsulms Teilnahme am Quartiershäuser-Wettbewerb im Rahmen des NABU-Projekts „Mensch.Natur – natürlich.zusammen.leben“. Der Naturschutzbund Baden-Württemberg unterstützt dabei Kommunen, öffentliche Gebäude als Lebensraum für Vögel zu entwickeln, etwa mit Nisthilfen wie Kunstschwalbennestern.

Bei der Feier tauschten die Patinnen und Paten Erfahrungen zur Pflege ihrer Flächen aus. Die Stadt überreichte ihnen Patenschaftsurkunden und Blumenzwiebeln zum Selberpflanzen von Krokussen und Narzissen.

Patenschaften und Pflege

Grünpatenschaften sind für Bäume, Grünflächen, Pflanzkübel und Blumenbeete möglich. Bei den ersten drei Formen gibt die Stadt die Gestaltung teilweise vor, damit markante Stellen im Stadtgebiet ein einheitliches Erscheinungsbild behalten. Bei Blumenbeeten können die Patinnen und Paten weitgehend selbst über Gestaltung, Bepflanzung und Pflege entscheiden; die Stadt legt fest, welche öffentlichen Beete infrage kommen.

Bewerben können sich Bürgerinnen und Bürger, Schulklassen, Nachbarschaften, Vereine und Firmen. Für Blumenbeete können sich auch mehrere Personen oder Gruppen zusammenschließen. Die Stadt empfiehlt, Bäume, Grünflächen oder Pflanzkübel möglichst vor der Haustür, in der Nachbarschaft oder in der Nähe auszuwählen.

Zu den Aufgaben gehören das Wässern, das Entfernen von Wildwuchs und Unkraut, das Auflockern beziehungsweise Belüften des Bodens sowie das Sauberhalten des Pflegebereichs und seiner unmittelbaren Umgebung. Größere Verschmutzungen, Beschädigungen oder Schmierereien sollen die Patinnen und Paten dem Bauhof melden. Für die Verkehrssicherheit bleiben die Stadt und der Bauhof zuständig. Bäume und größere Flächen mit hohem Wasserbedarf bewässert der Bauhof auch weiterhin regelmäßig.

Interesse an einer Grünpatenschaft

Die Stadt wünscht sich weitere Grünpatinnen und Grünpaten. Interessierte können sich an Günter Glaser wenden, der das Projekt koordiniert und einen Termin vor Ort zur Einweisung in die Pflegeanforderungen vereinbart. Er ist telefonisch unter 07132/35-2504 und per E-Mail an [email protected] erreichbar.

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