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Soziales

Villingen-Schwenningen trauert um Ehrenbürgerin Liselotte Gebauer

Die langjährige ehrenamtliche Geschäftsführerin der Lebenshilfe Villingen-Schwenningen prägte über Jahrzehnte das soziale Leben

Von Neues aus Villingen-Schwenningen11.09.26, 18:57

Die Stadt Villingen-Schwenningen trauert um ihre Ehrenbürgerin Liselotte Gebauer. Die langjährige Geschäftsführerin und prägende Persönlichkeit der Lebenshilfe Villingen-Schwenningen ist im Alter von 99 Jahren verstorben. Nach Angaben der Stadt hat sie das soziale Leben mit ihrem mehr als sechs Jahrzehnte währenden Engagement für Menschen mit Behinderung nachhaltig geprägt.

Oberbürgermeister Jürgen Roth würdigte Gebauer als außergewöhnliche Persönlichkeit, die ihr Leben einer Aufgabe gewidmet habe, die ihr zutiefst am Herzen lag. Er betonte, dass die Lebenshilfe Villingen-Schwenningen heute ein fester und unverzichtbarer Bestandteil der Stadtgesellschaft sei und ihr Wirken untrennbar mit dem Namen Liselotte Gebauer verbunden bleibe. Die Stadt werde sie als Ehrenbürgerin in besonderer Erinnerung behalten.

Liselotte Gebauer wurde am 13. Dezember 1926 in Essen-Kray geboren. Sie gehörte zu den Initiatorinnen und Mitbegründerinnen des Ortsvereins der Lebenshilfe Villingen-Schwenningen, der am 7. Juli 1964 gegründet wurde. Seit 1966 war sie ehrenamtliche Geschäftsführerin und prägte die Entwicklung des Vereins über Jahrzehnte hinweg entscheidend.

Die Anfänge der Arbeit der Lebenshilfe waren bescheiden. In einer Baracke beim Bürgerheim nahm die Einrichtung ihre Tätigkeit auf. Unter dem maßgeblichen Wirken von Liselotte Gebauer entwickelte sich daraus nach Darstellung der Stadt eine bedeutende caritative Einrichtung. Es entstanden Kindergärten und Schulen, Werkstätten sowie Wohn- und Betreuungsangebote, die kontinuierlich weiterentwickelt wurden.

Gebauer verstand ihr Engagement nicht als bloße Funktion, sondern brachte sich mit großer persönlicher Nähe und Überzeugung ein. Sie übernahm Verantwortung und setzte sich beharrlich für die Anliegen von Menschen mit Behinderung und ihren Familien ein. Noch im hohen Alter war sie täglich in ihrer Wirkungsstätte tätig und engagierte sich für die Belange der Lebenshilfe.

Als Ehefrau des früheren Oberbürgermeisters Gerhard Gebauer war sie eng mit der Geschichte und Entwicklung der Stadt verbunden. Ihre gesellschaftliche Bedeutung gründete jedoch vor allem auf ihrem persönlichen Engagement für Menschen mit Behinderung. Die Stadt beschreibt sie als prägende Stimme für deren Belange in Villingen-Schwenningen.

Besonders hervorgehoben wird, dass Gebauer ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin über Jahrzehnte ehrenamtlich ausübte. Ihre Arbeitskraft stellte sie unentgeltlich in den Dienst der Lebenshilfe. Auch zahlreiche Bauvorhaben und die Erweiterung der Angebote der Lebenshilfe begleitete und unterstützte sie mit großem persönlichem Einsatz.

Für ihr Wirken erhielt Liselotte Gebauer mehrere Auszeichnungen. Am 13. Dezember 1984 wurde ihr das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Am 15. Juni 2007 ernannte die Stadt Villingen-Schwenningen sie zur Ehrenbürgerin.

Die Stadt Villingen-Schwenningen will Liselotte Gebauer in großer Dankbarkeit und ehrender Erinnerung behalten. Den Angehörigen gilt das aufrichtige Mitgefühl der Stadt.

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Liselotte Gebauer – eine außergewöhnliche Ehrenbürgerin der Stadt, die sich mit großer Menschlichkeit und unermüdlichem Einsatz für die Lebenshilfe und die Menschen mit Behinderung eingesetzt hat.
Foto: villingen-schwenningen.de

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