Friedrich Seibold erhält Ehrenbürgerrecht der Stadt Winnenden

Die Stadt Winnenden hat Bürgermeister a. D. Friedrich Seibold das Ehrenbürgerrecht verliehen. Die Feierstunde fand am 25. September 2026 im Großen Sitzungssaal des Rathauses statt. Zahlreiche Wegbegleiter aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Institutionen sowie Familie und Freunde nahmen daran teil.
Erster Bürgermeister Jürgen Haas begrüßte die Gäste und eröffnete die Veranstaltung. Die Laudatio hielt Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth. Im Anschluss enthüllte Friedrich Seibold persönlich das Ehrenbürgerporträt. Grußworte kamen von Erstem Landesbeamten Dr. Peter Zaar, Sportkreispräsident Reinhold Sczuka, Andreas Maurer von der Paulinenpflege, Rudolf Bauer von der Kultur- und Heimatvereinigung Birkmannsweiler sowie Horst Schönfeld vom VfR Birkmannsweiler. Aus dem Kreis der Familie beteiligten sich Susanne und Jörg Seibold mit einem lyrischen Beitrag. Musikalisch begleitet wurde die Feierstunde von Gunther und Gerlinde Seibold.
Verdienste für Birkmannsweiler, Winnenden und die Region
Mit der Auszeichnung würdigte die Stadt ein langes kommunalpolitisches und ehrenamtliches Engagement. Friedrich Seibold war von 1965 bis 1973 Bürgermeister von Birkmannsweiler. In dieser Zeit wurden unter anderem die Schule erweitert, neue Baugebiete erschlossen, die Friedhofserweiterung umgesetzt sowie Kanalisation und Wasserleitungsnetz erneuert. Auch die Ansiedlung von Industrie und die Weiterentwicklung des Sport- und Vereinslebens wurden vorangebracht.
Später setzte sich Seibold frühzeitig für die Eingliederung Birkmannsweilers nach Winnenden ein. Nach seiner Amtszeit engagierte er sich 16 Jahre lang als Vorsitzender der Kultur- und Heimatvereinigung Birkmannsweiler. In dieser Zeit wurden die Neugestaltung des Dorfplatzes und der Bau der Aussegnungshalle in Birkmannsweiler auf den Weg gebracht und verwirklicht.
Eng verbunden war er auch mit dem Tennisverein Birkmannsweiler. Unter seiner Führung entstanden neun Tennisplätze, eine Zwei-Feld-Tennishalle und ein Vereinsheim. Darüber hinaus übernahm er auf kommunal- und kreispolitischer Ebene Verantwortung, unter anderem 38 Jahre lang im Kreistag des Rems-Murr-Kreises.
Engagement in Vereinen und Einrichtungen
Ein weiterer Schwerpunkt seines Wirkens war die Paulinenpflege Winnenden, für die sich Friedrich Seibold seit 1973 über viele Jahrzehnte engagierte und deren Entwicklung er insbesondere als Verwaltungsratsvorsitzender mitprägte. Auch dem Sparkassenverband Baden-Württemberg und der Baugenossenschaft Winnenden war er über viele Jahre in gremienverantwortlicher Funktion verbunden.
Zudem engagierte er sich über Jahrzehnte in der Evangelischen Kirchengemeinde Birkmannsweiler-Höfen-Baach. Bereits 1968 gründete er den Hauskreis Birkmannsweiler, der bis heute besteht. Gemeinsam mit seiner Ehefrau wirkte er außerdem mehr als 40 Jahre in einer Ski- und Bibelfreizeit für junge Erwachsene und Familien mit. Hinzu kam sein Einsatz für Kinder und Jugendliche, unter anderem beim Zeltlager am Ebnisee des Sportkreises.
Weiterer Termin im November
Wer mehr über das Leben und Wirken des neuen Ehrenbürgers erfahren möchte, kann am 11. November um 19 Uhr ein im Jahr 2019 für das Virtuelle Stadtmuseum aufgezeichnetes Zeitzeugeninterview mit Friedrich Seibold sehen. Gezeigt wird es in der Gaststätte Talaue in Birkmannsweiler.
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