Winnenden behält 120 kostenlose Parkminuten – danach kostet die Stunde 1,50 Euro

Winnendens Gemeinderat beschließt 120 kostenlose Parkminuten in öffentlichen Parkhäusern. Danach kostet die Stunde tagsüber 1,50 Euro.

Von Neues aus Winnenden2 Min. Lesezeit
Metallteile auf einer Werkbank in einer fiktiven Industriehalle.

KI-generiert · Herausgeber: Hessen App GmbH

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In den öffentlichen Parkhäusern der Winnender Innenstadt bleiben 120 Minuten Parkzeit kostenlos. Das hat der Gemeinderat am 20. Oktober beschlossen. Wer länger parken möchte, zahlt im Tagbetrieb von 6 bis 19 Uhr 1,50 Euro pro Stunde. Zwischen 19 und 0 Uhr fallen keine Parkgebühren an.

Im Nachtbetrieb von 0 bis 6 Uhr kostet das Parken 5 Euro. Der Tageshöchstsatz beträgt 12 Euro. Wer sein Auto um 17 Uhr abstellt, kann bis Mitternacht gebührenfrei parken: zunächst für 120 Minuten und anschließend aufgrund der gebührenfreien Zeit von 19 bis 0 Uhr.

Parkhäuser kosten die Stadt jährlich rund 550.000 Euro

Die Stadt wendet nach eigenen Angaben jährlich rund 550.000 Euro für Betrieb, Instandhaltung und Abschreibung der öffentlichen Parkhäuser auf. Handel- und Gewerbetreibende der Innenstadt steuern bereits seit Längerem rund 25.000 Euro pro Jahr bei. Das bisherige Modell sah keine Möglichkeit vor, die Parkzeit gegen Gebühr zu verlängern.

Zur Debatte standen drei Modelle. Der Verein Attraktives Winnenden (VAW) wollte 120 Freiminuten beibehalten und danach im Tagbetrieb 1,50 Euro pro Stunde verlangen. Der ursprüngliche Vorschlag der Verwaltung sah 90 kostenlose Minuten und anschließend 1 Euro je halbe Stunde vor. Beschlossen wurde ein alternativer Verwaltungsvorschlag mit 120 Freiminuten und anschließenden Gebühren.

Insgesamt gingen 69 Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern sowie Gewerbetreibenden ein. Die Vorschläge reichten von Gebühren ab der ersten Minute bis zum Erhalt des kostenlosen Parkens ohne Verlängerungsmöglichkeit. Häufig angesprochen wurden die Bedeutung der Freiminuten für die Innenstadt und die Sorge, dass sich der Parkdruck in umliegende Straßen verlagern könnte.

Weitere Lösungen für Parkplätze im Kernstadtbereich geplant

Als Nächstes will sich die Verwaltung unter Beteiligung des VAW und des Verbands der Selbstständigen (VdS) mit der Bewirtschaftung öffentlicher Parkplätze im Kernstadtbereich befassen. Dabei sollen Lösungen entwickelt werden, um einer Verlagerung des Parkdrucks in umliegende Straßen entgegenzuwirken.

Für einzelne Gruppen, darunter Marktbeschicker und einen Teil der städtischen Mitarbeitenden, sollen kostenpflichtige Monatsparkberechtigungen angeboten werden. Die dafür vorgesehenen Gebühren sollen auf eine zeitgemäße Höhe angehoben werden.

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