NeuriedCard seit November 2024 stärkt lokale Geschäfte, Handwerk und Gastronomie

Bürgermeister Uhrich und Kiddyklick‑Inhaberin Adam diskutieren am 9. Okt. 2026 über lokale Wertschöpfung und die NeuriedCard, die Kaufkraft gezielt im Ort hält.

Von Neuried aktuell2 Min. Lesezeit
Metallteile auf einer Werkbank in einer fiktiven Industriehalle.

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Bürgermeister Tobias Uhrich war zu Gast bei Susanne Adam, Inhaberin von Kiddyklick in Altenheim. Das Gespräch entwickelte sich zu einer ausführlichen Diskussion über die wirtschaftliche und soziale Situation in Neuried und darüber, wie die kleinteilige Wirtschaftsstruktur vor Ort erhalten bleiben kann.

Lokale Wertschöpfung muss im Ort bleiben

Susanne Adam führt seit Jahren das Geschäft für Baby‑ und Spielwaren, Bücher, Schreibwaren, Schmuck und Wohnaccessoires in Altenheim. 2024 übernahm sie zusätzlich den Spielwarenladen Wagner in Freudenstadt und erweitert damit ihr unternehmerisches Engagement über die Gemeindegrenzen hinaus. Sie betonte: „Die Wertschöpfung muss im Ort bleiben – anders funktioniert es nicht.“

Bürgermeister Uhrich griff diesen Gedanken auf: „Wer bei großen Online‑Versandhändlern bestellt, muss sich bewusst sein, dass dieses Geld aus dem lokalen Wirtschaftskreislauf abfließt und uns hier vor Ort nicht mehr zur Verfügung steht.“ Als konkretes Beispiel nannte er den zunehmenden Trend zu Online‑Apotheken: „Wenn wir diesen Weg konsequent weitergehen, kann es gut sein, dass es in zehn oder zwanzig Jahren keine Apotheke mehr vor Ort gibt.“ Er verwies darauf, dass die Vielfalt kleiner Geschäfte und Dienstleistungen in Neuried „unglaublich wertvoll – und keineswegs selbstverständlich“ sei.

Uhrich erläuterte weiter, dass der wirtschaftliche Kreislauf bereits bei kleinen Entscheidungen beginnt: beim regionalen Produkt, das vor Ort erzeugt und gekauft wird, über das lokale Kleingewerbe bis hin zur Gastronomie. Am Ende dieses Kreislaufs stehen Arbeitsplätze und Existenzen direkt in der Gemeinde. „Es lohnt sich, immer wieder zu hinterfragen, was uns ein Produkt oder eine Dienstleistung vor Ort tatsächlich wert ist“, sagte er. „Ist der kurze Weg nicht etwas wert? Die persönliche, gute Beratung? Keine Parkgebühr, keine Fahrzeit in die nächste Kreisstadt? Diese Vorteile werden häufig unterschätzt.“

NeuriedCard – Kaufkraft gezielt vor Ort halten

Die Gemeindeverwaltung Neuried ruft die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die vorhandenen Angebote vor Ort bewusst zu nutzen und so zum Erhalt einer lebendigen, vielfältigen Gemeinde beizutragen. Seit November 2024 gibt es die NeuriedCard, die sich bei zahlreichen örtlichen Geschäften, im Handwerk und in der Gastronomie einlösen lässt und damit eine einfache Möglichkeit bietet, die Kaufkraft gezielt im Ort zu halten und heimische Betriebe nachhaltig zu stärken.

Auch die Gemeinde selbst nutzt die NeuriedCard als Arbeitgeber, um ihren Beschäftigten steuerfreie Sachbezüge zu gewähren. Dadurch wird zusätzliches Kapital in der Gemeinde gebunden und der örtliche Wirtschaftskreislauf weiter gestärkt.

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