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Soziales

geSICHTet: Kunst und Gespräche für neue Perspektiven von Frauen

Das soziokulturelle Projekt des Vereins Kalliope bietet Workshops in einem geschützten Rahmen für Sichtbarkeit, Selbstwertgefühl und Kreativität.

Von Offenburgs Redaktion10.09.26, 00:58

Das soziokulturelle Projekt „geSICHTet“ des Vereins Kalliope unterstützt Frauen mit Erfahrung von Wohnungslosigkeit dabei, über Kunst und Gespräche neue Perspektiven auf sich selbst zu entwickeln. Die Bürgerstiftung St. Andreas fördert das Vorhaben in der aktuellen Förderperiode 2026/2027.

Wie Franziska Kuen, Gründungsmitglied von Kalliope e. V., mitteilt, ist das Projekt nach einer einjährigen Vorlaufzeit zur Strategieentwicklung im Januar gestartet. Gemeinsam mit Lara Süß, Jasmin Walter und Hannah Monninger arbeitet sie an dem Vorhaben, das sich mit der Frage beschäftigt, welche Bedeutung es hat, sichtbar zu werden oder nicht gesehen zu werden.

Die Projektleiterinnen wollen Frauen einen geschützten Raum geben, in dem sie sich mit ihren Ideen, Gedanken und Kompetenzen jenseits defizitorientierter Zuschreibungen einbringen können. Ziel ist es, im Bereich Kunst und Kultur Leichtigkeit, Kreativität und Freude zurückzugeben und zugleich Selbstwertgefühl zu stärken.

Workshops und künstlerische Arbeit

Im Rahmen von drei Workshops im März, Mai und Juni dieses Jahres entstanden unter anderem Masken. Die Idee dazu kam nach Angaben der Initiatorinnen von einer betroffenen Frau, die meinte, sie brauche eine Maske. Aus den gemeinsamen Arbeiten entwickelten sich Kunstwerke mit individuellen, biografischen Bezügen sowie Fragen danach, was sich verändert, wenn eine Maske getragen wird, und was sie auslöst.

Nach Angaben des Projekts wurden über verschiedene Formate bereits rund 80 Frauen aus unterschiedlichen Hintergründen erreicht. Dazu zählten Workshops in der ELLEfriede und in der Volkshochschule, ein Workshop in der Info-Tanke sowie ein kreativer Impuls im Rahmen von „Miteinander heimisch werden – ein Abend für Frauen aller Nationen“ im Institut für deutsche Sprache.

Förderung und Partner

Finanziert wird „geSICHTet“ aus Fördergeldern und Spenden folgender Institutionen:

  • Bürgerstiftung St. Andreas
  • Gleichstellungsstelle der Stadt Offenburg
  • Mikroprojektförderung der Stadt Offenburg im Rahmen des Sanierungsgebietes Bahnhof-Schlachthof
  • Initiativen der Aktionswoche „Armut bedroht alle“
  • Volksbank eG Gestalterbank

Die Projektleiterinnen bedanken sich zudem bei mehreren Kooperationspartnern, darunter die Info-Tanke im Sanierungsgebiet Bahnhof-Schlachthof, die Volkshochschule Offenburg, die Gleichstellungsstelle der Stadt Offenburg, die Initiativen der Aktionswoche „Armut bedroht alle“ 2026, ELLEfriede als Anlauf- und Beratungsstelle für wohnungslose Frauen im AGJ Fachverband für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg e. V., das Integrationsmanagement und Integrationsbüro der Stadt Offenburg sowie der Förderverein Pflasterstube Ortenau e. V.

Raum für Ausstellung gesucht

Für eine Ausstellung im Rahmen der Armutswoche, deren Vernissage am 12. Oktober stattfinden soll, sucht das Projektteam noch einen Raum in der Innenstadt mit mindestens 50 Quadratmetern. Kontakt ist per E-Mail an [email protected] möglich.

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Franziska Kuen und Lara Süß präsentieren bereits einige der Masken, die unter anderem im Rahmen der Ausstellung zu sehen sind.
Franziska Kuen und Lara Süß präsentieren bereits einige der Masken, die unter anderem im Rahmen der Ausstellung zu sehen sind.Foto: Walz

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