Offenburger LGS-Aufsichtsrat informiert sich in Rottweil über die Landesgartenschau 2028

Offenburger LGS-Aufsichtsrat informierte sich Mitte September in Rottweil über die Schau 2028 „Natur findet Stadt“ – inkl. Projekte und Finanzrahmen.

Von Offenburgs Redaktion2 Min. Lesezeit
Fluss mit bewachsenem Ufer und einem Flusslauf unter freiem Himmel, aufgenommen im Rahmen eines Besuchs zum Gelände der Landesgartenschau.

© Stadt Rottweil

© Stadt RottweilBild 1 von 2

Der Offenburger Aufsichtsrat der Landesgartenschau hat sich Mitte September in Rottweil über die dortigen Vorbereitungen für die Landesgartenschau 2028 informiert. An der Spitze der Delegation standen OB Marco Steffens, Baubürgermeister Oliver Martini und die Offenburger LGS-Geschäftsführerin Jutta Herrmann-Burkart.

Rottweil richtet die Schau 2028 unter dem Motto „Natur findet Stadt“ aus. Nach einem Impulsvortrag der Rottweiler LGS-Geschäftsführerin Ines Gaehn nahm die Offenburger Gruppe das gesamte Gelände vor Ort in Augenschein.

Blick auf Projekte in Rottweil

Die Landesgartenschau in Rottweil umfasst acht Themenschwerpunkte. Vorgesehen ist unter anderem, den Oberen Stadtgraben am Rand der historischen Innenstadt zu einer parkartigen Erholungsfläche weiterzuentwickeln. Im Bereich der Hochbrücke sollen ein Aufzug und eine parallel verlaufende Treppe die Innenstadt und den Stadtgraben barrierefrei verbinden.

Geplant ist außerdem eine neue LGS-Brücke am Fuße der Stadtmauer. Sie soll die Innenstadt mit beiden Seiten des Neckars verbinden und dabei Bahngleise und Fluss überqueren.

Als zentrales Projekt gilt die Renaturierung des Neckars am Schwarzen Felsen bis zur Schindelbrücke. Das Vorhaben hat ein Volumen von mehr als sieben Millionen Euro. Zuständig ist das Regierungspräsidium Freiburg, finanziert wird es vorrangig mit Landesmitteln. Der über Jahrzehnte für die Energiegewinnung angestaute Neckar soll dort seine natürliche Flussdynamik zurückerhalten.

Hinzu kommen ein neuer Panoramaweg oberhalb der Streuobstwiesen entlang des Neckars, schmale Wege durch die Neckaraue sowie eine Furt, die beide Uferseiten vernetzt. Eine bestehende Unterführung wird ertüchtigt, außerdem soll ein brachliegendes Gelände von Altlasten befreit werden.

Offenburg schaut auf die eigene Entwicklung

Nach Angaben der Stadt berichtete Rottweils Rathauschef Christian Ruf von anfänglichen Bedenken in der Bevölkerung. Mit zunehmender Information und sichtbarer Umsetzung sei jedoch der Zuspruch gewachsen. Sein Fazit: „Wir machen das nicht für die Landesgartenschau, sondern wir können das wegen der Landesgartenschau machen.“

Für Offenburg nimmt Jutta Herrmann-Burkart aus dem Besuch vor allem Rückenwind mit. „Die Begeisterung des Rottweiler Teams wirkte ansteckend“, erklärte sie. Mit Blick auf die Offenburger Vorhaben verwies sie auf die Dammrückverlegung der Kinzig, mit der Mitte nächsten Jahres begonnen werden soll. „Und dann wird der Funke überspringen, davon bin ich überzeugt.“

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen→

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern:

Einfache Sprache