Polnisch-ukrainische Fachdelegation informiert sich über Bevölkerungsschutz

Feuerwehrleute und Fachleute aus Polen und der Ukraine informierten sich im Bodenseekreis über Brand- und Bevölkerungsschutz.

Von Redaktion LK Bodenseekreis1 Min. Lesezeit
Eine polnisch-ukrainische Delegation und Fachleute aus dem Bodenseekreis stehen mit Landrat Luca Wilhelm Prayon, Bundestagsmitglied Dr. Alexander Bruns und Oberbürgermeister Jan Zeitler bei einem CBRN-Erkundungswagen.

Foto: Landratsamt Bodenseekreis

Foto: Landratsamt Bodenseekreis

Kommunalpolitiker und Fachleute aus dem polnischen Landkreis Tschenstochau sowie zwei Vertreter des ukrainischen Landkreises Rajon Kolomyja haben sich am 9. und 10. Oktober im Bodenseekreis über den Brand- und Bevölkerungsschutz informiert. Das Programm umfasste Besuche bei den Feuerwehren Friedrichshafen, Überlingen und Stetten sowie die Jahreshauptübung der Feuerwehr Überlingen.

In Friedrichshafen stellte die Feuerwehr ihre Organisation und Spezialeinheiten für Gefahrgut, Öl- und Schadenswehr vor. Die Gäste erhielten außerdem Einblicke in das Einsatzleitfahrzeug mit Führungsgruppe und die Drohneneinheit des Bodenseekreises. Bei den Fachgesprächen ging es unter anderem um die Zusammenarbeit im Landkreis, Führungsstrukturen sowie technische Möglichkeiten zur Erkundung und Lagebeurteilung.

Neuer Erkundungswagen für Überlingen

Landrat Luca-Wilhelm Prayon übergab der Feuerwehr Überlingen einen vom Bund bereitgestellten CBRN-Erkundungswagen. Das Fahrzeug ist dafür vorgesehen, chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren aufzuspüren und zu melden. Es ergänzt die Spezialausrüstung in Überlingen und Friedrichshafen.

Bei der Jahreshauptübung der Überlinger Feuerwehr demonstrierten Einsatzkräfte Brandbekämpfung und Menschenrettung über eine Drehleiter und tragbare Leitern. Fachleute aus Deutschlandexterner Link, öffnet ein neues Fenster, Polen und der Ukraine tauschten sich zudem über Einsatztaktik, Ausbildung und technische Ausstattung aus.

Austausch über Krisenvorsorge

Ein weiterer Schwerpunkt war die Vorbereitung der Bevölkerung auf Krisensituationen. Die Teilnehmenden sprachen über Warnsysteme, verständliche Informationsangebote und Empfehlungen zur Eigenvorsorge. Der polnische Partnerlandkreis erreicht Menschen nach Angaben der Mitteilung unter anderem mit Informationsständen bei Gemeinde-, Kultur- und Sommerfesten.

Auch mögliche gemeinsame Fortbildungen und ein künftiger Austausch von Feuerwehrangehörigen wurden besprochen. Zur polnischen Delegation gehörten unter anderem Landrat Krzysztof Smela und Fachleute der Staatlichen Feuerwehr. Aus Rajon Kolomyja nahmen Dmytro Samuliak und Kreistagsmitglied Ivan Bozhovskyi teil.

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