Kreisarchiv Freudenstadt startet Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (Archiv)
Dreijährige Ausbildung und Unterstützung durch eine Bundesfreiwilligendienstleistende in Erschließung, Digitalisierung und Öffentlichkeitsarbeit
Das Kreisarchiv Freudenstadt bildet seit dem 1. September 2026 erstmals eine Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Archiv, aus. Zugleich hat eine neue Bundesfreiwilligendienstleistende ihre Tätigkeit aufgenommen. Damit erhält das Team gleich zweifache Verstärkung und setzt einen weiteren Schwerpunkt auf die Nachwuchsförderung.
Erste FaMI-Ausbildung im Kreisarchiv
Die Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste verbindet historische Arbeit mit modernen Methoden der Informations- und Medienverwaltung. Während ihrer dreijährigen Ausbildung lernt Alea Krasniqi, Unterlagen zu übernehmen, zu bewerten, zu ordnen und zu erschließen. Hinzu kommen Aufgaben in den Bereichen öffentliche Verwaltung, Digitalisierung, Recherche und Vermittlung.
Nach Angaben der Mitteilung geht es dabei längst nicht mehr nur um historische Akten. Auch der professionelle Umgang mit modernen Verwaltungsunterlagen und insbesondere mit digitalen Informationen gehört zu den Aufgaben eines zeitgemäßen Archivs. Fachkräfte werden demnach zunehmend gebraucht, um Unterlagen von ihrer Entstehung in der Verwaltung bis hin zur dauerhaften Archivierung fachgerecht zu begleiten.
Das Kreisarchiv bezeichnet die Ausbildung zugleich als Investition in die Zukunft des Landkreises. Gut ausgebildete Fachkräfte sollen dazu beitragen, dass wichtige Informationen der Verwaltung langfristig erhalten und nutzbar bleiben und das historisch-kulturelle Erbe der Region auch für kommende Generationen gesichert werden kann.
Verstärkung im Bundesfreiwilligendienst
Auch im Bundesfreiwilligendienst gibt es Verstärkung: Ronja Hoffmann unterstützt das Kreisarchiv seit September. Sie erhält Einblicke in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche und wirkt unter anderem bei der Erschließung und Digitalisierung von Archivgut sowie bei Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit mit. Der Bundesfreiwilligendienst bietet dabei die Möglichkeit, praktische Erfahrungen im Bereich Kultur, Geschichte und Informationsarbeit zu sammeln.
Mit der erstmaligen Aufnahme einer FaMI-Ausbildung und dem Einsatz einer Bundesfreiwilligendienstleistenden baut das Kreisarchiv seine Angebote für Ausbildung und berufliche Orientierung weiter aus und stärkt zugleich seine personellen Strukturen für die vielfältigen Aufgaben eines modernen Archivs.
Auf dem beigefügten Bild 175.jpg sind von links Kreisarchivar Louis-David Finkeldei, Bundesfreiwilligendienstleistende Ronja Hoffmann und FaMI-Auszubildende Alea Krasniqi zu sehen.
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