Landkreisförderung für Schulsozialarbeit soll ab 2027 sinken

Der Jugendhilfeausschuss des Hohenlohekreises befasste sich mit Haushaltskürzungen, dem Jugendhilfegesetz und gebündelter Schulbegleitung.

Von Redaktion LK Hohenlohekreis2 Min. Lesezeit
Taschenrechner und neutrale Unterlagen auf einem Schreibtisch. KI-Symbolbild.

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Der Jugendhilfeausschuss des Hohenlohekreises hat sich am 20. Oktober mit den Auswirkungen des Haushaltssicherungsprozesses auf die Kinder- und Jugendhilfe befasst. Das Gremium nahm den Sachstand sowie die Folgen weiterer Anträge und Beschlüsse zur Kenntnis.

Auch eine geplante Kürzung der Landkreisförderung für die Schulsozialarbeit war Thema. Der Kreistag hatte sich vor der Sommerpause mehrheitlich dafür ausgesprochen, den Zuschuss ab dem 1. Januar 2027 von 14.500 auf 10.000 Euro je Vollzeitstelle und Jahr zu senken. Die Förderung wird größtenteils von den Schulträgern getragen; auch das Land Baden-Württemberg und der Landkreis beteiligen sich. Der Jugendhilfeausschuss nahm die vorgeschlagenen Änderungen an der Förderrichtlinie zur Kenntnis. Über sie soll der Kreistag am 2. November entscheiden.

Gesetz, Jugendfonds und Schulbegleitung

Der Ausschuss erhielt außerdem Informationen zur Neufassung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes für Baden-Württemberg. Es ist seit dem 1. Januar 2026 in Kraft und stärkt unter anderem den Schutz und die Beteiligung junger Menschen sowie die offene Kinder- und Jugendarbeit. Zudem schafft es Voraussetzungen für eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe.

Beim Jugendfonds des Hohenlohekreises wurde die Geschäftsordnung an heutige Bedürfnisse angepasst. Die Verwendung der Mittel obliegt dem Kreisjugendreferat; der Ausschuss soll regelmäßig darüber informiert werden. Das Gremium nahm den Bericht zum Fonds und die Änderung der Geschäftsordnung zur Kenntnis.

Ein Jahr nach dem Start des Modellprojekts zur gebündelten Schulbegleitung an der Bischof von Lipp Schule zog der Ausschuss eine erste positive Bilanz. Zahlreiche Schulbegleitungen an einem Standort können die Organisation und den Unterricht erschweren. Zudem kann eine individuelle Begleitung von Schülerinnen und Schülern als stigmatisierend oder ausgrenzend erlebt werden. Die St. Josefspflege und die Jugendämter der Landkreise Hohenlohe und Schwäbisch Hall bündeln die Schulbegleitung deshalb zunächst im Rahmen eines Modellprojekts. Der Ausschuss nahm den Bericht dazu zur Kenntnis.

Die nächste Kreistagssitzung ist für Montag, 2. November 2026, geplant. Die nächste Sitzung des Jugendhilfeausschusses soll am Dienstag, 24. November 2026, stattfinden.

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