Markgröninger Bahn: Land kündigt hälftige Vorfinanzierung der Planung an

Das Land priorisiert die Reaktivierung der Markgröninger Bahn und stellt eine hälftige Vorfinanzierung der Planungskosten in Aussicht.

Von Redaktion LK Ludwigsburg2 Min. Lesezeit

Die Reaktivierung der Markgröninger Bahn kann mit Unterstützung des Landes weiter geplant werden. Das Verkehrsministerium stuft das Vorhaben als prioritär ein und hat eine hälftige Vorfinanzierung der Planungskosten angekündigt. Damit sind jedoch keine kommunalen Entscheidungen vorweggenommen: Die Landespriorisierung ermöglicht die Fortführung der Planung, ersetzt aber weder Beschlüsse der Kommunen noch formale Entscheidungen der zuständigen Gremien.

Das betonte Landrat Dietmar Allgaier beim zweiten Mandatsträgerforum zur geplanten Stadtbahn im Landkreis Ludwigsburg. Die Veranstaltung fand am 15. Oktober 2026 im Bürgerforum Möglingen statt. Im Mittelpunkt stand die Strecke Ludwigsburg–Markgröningen. Eine spätere Beteiligung des Landes an den Kosten der Umsetzung setzt eine Förderung des Bundes nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz voraus.

30-Minuten-Takt laut Studie möglich

Eine vorgestellte Betriebsprogrammstudie der Deutschen Bahn kommt zu dem Ergebnis, dass ein 30-Minuten-Takt mit Einfahrt in den Bahnhof Ludwigsburg möglich wäre. Dafür müssten Züge jeweils zu den Minuten 16 und 46 einfahren und sechs Minuten später wieder abfahren. Andere Zeitfenster seien wegen der Gleisbelegung nicht möglich. Auch 20- oder 15-Minuten-Takte seien ausgeschlossen, erklärte ein Vertreter der DB InfraGo.

Beim Forum ging es außerdem um kommunale Beschlusslagen, untersuchte Varianten sowie Fördermöglichkeiten, Betriebskosten, Kostenverteilung und den Zeitplan. Eingeladen hatte der Zweckverband Stadtbahn im Landkreis Ludwigsburg. Teilgenommen haben Gemeinderäte aus Ludwigsburg, Markgröningen und Möglingen sowie Mitglieder des Verwaltungsrats des Zweckverbands und Kreisrätinnen und Kreisräte.

Gespräche mit ausstiegswilligen Mitgliedern

Nach Angaben Allgaiers gibt es unterschiedliche Beschlüsse in den Städten und Gemeinden des Kreises. Sein Ziel ist eine gemeinsame Beschlusslage in den Gemeinderäten bis Ende März 2027. Die nächsten Schritte sollen nach seinen Worten „im Respekt vor den kommunalen Entscheidungen und im Austausch mit den Partnern“ erfolgen.

Remseck, Schwieberdingen und der Zweckverband Pattonville haben sich für einen Ausstieg aus der Planung ausgesprochen. Laut Mitteilung erfolgte dies aufgrund des Beschlusses des Gemeinderats der Stadt Ludwigsburg sowie eigener Gemeinderats- beziehungsweise Zweckverbandsbeschlüsse. Mit diesen Mitgliedern sollen Gespräche geführt werden, die bis Ende des ersten Quartals 2027 abgeschlossen sein sollen.

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