Ortenau-Kreistag prüft Optionen für die Medizinstrategie

Der Kreistag des Ortenaukreises beriet am 20. Oktober nichtöffentlich über Optionen für die Medizinstrategie des Ortenau Klinikums. Entscheidungen zu Angebot und Standorten fielen nicht; die Vorberatung wird fortgesetzt.

Von Redaktion LK Ortenaukreis1 Min. Lesezeit

Der Kreistag des Ortenaukreises hat am 20. Oktober in nichtöffentlicher Sitzung verschiedene Optionen zur Weiterentwicklung der Medizinstrategie des Ortenau Klinikums beraten. Entscheidungen über das medizinische Angebot oder die Standortstruktur fielen dabei nicht.

Die Optionen und ihre möglichen Auswirkungen sollen nun weiter ausgearbeitet werden. Wegen des Umfangs und der Tragweite will der Kreistag die Vorberatung in weiteren Sitzungen fortsetzen. Anschließend sollen die erwogenen Möglichkeiten öffentlich vorgestellt und abschließend öffentlich beraten werden. Über die Medizinstrategie entscheidet der Kreistag.

Finanzielle Belastungen spielen eine Rolle

Als Gründe für die Überprüfung nennt die Mitteilung veränderte Anforderungen an die Krankenhausversorgung und den wirtschaftlichen Druck auf das Klinikum. Seit der strategischen Neuausrichtung im Jahr 2018 hätten sich die gesetzlichen, wirtschaftlichen und medizinischen Rahmenbedingungen grundlegend verändert.

Ohne zusätzliche Einsparungen rechnet das Ortenau Klinikum für 2029 und 2030 jeweils mit einem Fehlbetrag von rund 50 Millionen Euro. Das jüngst verabschiedete GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz trage dazu nach Angaben des Kreises zwischen 20 und 30 Millionen Euro bei. Zugleich stehen im Ortenaukreis Beratungen über den Doppelhaushalt 2027/28 an.

Landrat Thorsten Erny erklärte, die Optionen und ihre Folgen für die Versorgung sollten öffentlich und nachvollziehbar erläutert werden. Maßstab sei eine qualitativ hochwertige und bedarfsgerechte Versorgung, die langfristig finanzierbar bleibe.

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