Richtfest für die Integrierte Leitstelle Ortenau in Gengenbach

Richtfest in Gengenbach: Neue Integrierte Leitstelle Ortenau soll ab 2028 Einsätze koordinieren – 27 Mio. Euro für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz.

Von Redaktion LK Ortenaukreis2 Min. Lesezeit

Rund eineinhalb Jahre nach dem Spatenstich hat der Ortenaukreis am Donnerstag das Richtfest für die neue Integrierte Leitstelle Ortenau und das Amt für Brand- und Katastrophenschutz in Gengenbach gefeiert. Auf dem Gesundheitscampus entsteht für rund 27 Millionen Euro die künftige zentrale Schaltstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz im Ortenaukreis.

Landrat Thorsten Erny betonte bei dem Termin die Bedeutung einer leistungsfähigen Infrastruktur für die Sicherheit der Menschen. Wer in einer Notlage die 112 wähle, müsse sich darauf verlassen können, dass Hilfe schnell, verlässlich und gut koordiniert ankomme, sagte er. Mit der neuen Leitstelle werde in eine Einrichtung investiert, die im Ernstfall funktionieren müsse und die Voraussetzungen dafür schaffe, auch in den kommenden Jahrzehnten handlungsfähig zu bleiben.

In der neuen Integrierten Leitstelle sollen künftig rund um die Uhr jährlich etwa 200.000 Anrufe entgegengenommen und die Einsätze von Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren Hilfsorganisationen koordiniert werden. Der bisherige Standort in Offenburg ist nach Angaben des Kreises angesichts steigender Einsatzzahlen und wachsender technischer Anforderungen räumlich und technisch an seinen Grenzen.

In Gengenbach werden die Leitstelle und das bislang räumlich getrennte Amt für Brand- und Katastrophenschutz des Ortenaukreises unter einem Dach arbeiten. Auch für den Führungsstab des Ortenaukreises entstehen dauerhaft ausgestattete Arbeitsplätze. Bei größeren Schadenslagen, Krisen oder Katastrophen sollen die beteiligten Stellen dadurch unmittelbar zusammenarbeiten und Entscheidungen schneller abstimmen können.

Der Neubau entsteht auf einem 2.087 Quadratmeter großen Grundstück und umfasst vier Vollgeschosse sowie ein Untergeschoss. Vorgesehen sind rund 3.041 Quadratmeter Bruttogrundfläche. Das Gebäude wird barrierefrei nach DIN 18040 geplant und soll den Effizienzhaus-40-Standard erfüllen. Neben moderner Technik entstehen auch zeitgemäße Arbeits- und Rückzugsräume für die Beschäftigten, die in der Leitstelle rund um die Uhr im Einsatz sind.

Mit dem Richtfest ist der Rohbau weitgehend abgeschlossen. In den kommenden Monaten folgen Arbeiten an Dach, Fassade und Fenstern sowie der Innen- und Technikausbau. Bis Ende 2027 soll das Gebäude so weit fertiggestellt sein, dass das Amt für Brand- und Katastrophenschutz einziehen kann. Anschließend wird die eigentliche Leitstellentechnik eingebaut und in einem umfangreichen Probebetrieb getestet. Nach aktuellem Zeitplan soll die neue Leitstelle Ende Juli 2028 ihren Betrieb aufnehmen.

Erny dankte bei dem Termin den Handwerkerinnen und Handwerkern, Planungsbüros und beteiligten Unternehmen sowie dem Gebäudemanagement des Ortenaukreises. Sein Dank galt zudem dem langjährigen Kooperationspartner DRK Rettungsdienst Ortenau, den Feuerwehren und den Organisationen des Katastrophenschutzes sowie den politischen Gremien des Ortenaukreises und der Stadt Gengenbach.

Den traditionellen Richtspruch sprach das für den Rohbau verantwortliche Bau-Unternehmen Moser.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen→

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern:

Einfache Sprache