Initiative „Mein Wald ist Zukunft“ soll Privatwald besser bewirtschaften

Über 130 Interessierte haben sich bei einer Auftaktveranstaltung in der Bernhardushalle in Weiler in den Bergen über die Initiative „Mein Wald ist Zukunft“ informiert. Sie soll Privatwaldbesitzenden ermöglichen, die Bewirtschaftung ihrer Waldflächen gemeinsam zu organisieren.
Im Ostalbkreis gibt es rund 10.000 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer. Die Parzellen sind oft sehr klein; im Durchschnitt ist eine Privatwaldfläche etwa halb so groß wie ein Fußballfeld. Fehlende Maschinen, forstliches Fachwissen oder Zeit erschweren die Pflege zusätzlich. Auch Klimawandel, Trockenheit, Stürme und Schädlinge stellen höhere Anforderungen an die Waldbewirtschaftung.
Eigentum bleibt bei den Waldbesitzenden
Bei dem geplanten Modell schließen sich Waldbesitzende freiwillig zusammen und bündeln die Bewirtschaftung ihrer Flächen. Maßnahmen sollen gemeinsam geplant und umgesetzt werden. Dadurch können größere Bewirtschaftungseinheiten entstehen, auch wenn einzelne Grundstücke allein kaum wirtschaftlich oder fachgerecht zu bewirtschaften sind. Das Eigentum bleibt vollständig erhalten; die Zusammenarbeit soll auf Verträgen beruhen. Organisation und Koordination übernimmt ein von den Waldbesitzenden getragener Verein.
Bei der Auftaktveranstaltung stellte die Projektgruppe das Konzept vor. In einer Podiumsdiskussion ging es unter anderem um die Verteilung von Kosten und Erlösen, die waldbauliche Behandlung der gemeinschaftlich bewirtschafteten Flächen und die Frage, ob Mitglieder weiterhin Brennholz auf ihrem eigenen Flurstück machen können. Anschließend konnten die Interessierten in Kleingruppen Fragen stellen und eigene Erfahrungen sowie Ideen einbringen.
Vereinsgründung für Ende November vorgesehen
Die Gründung des Vereins „Mein Wald ist Zukunft“ wird vorbereitet und ist für Ende November vorgesehen. Als nächste Schritte nannte Jens-Olaf Weiher, Forstdezernent des Ostalbkreises und Mitglied der Projektgruppe, die Vereinsgründung und die konkrete Planung des ersten Geschäftsjahres. Mit den daraus entstehenden Zahlen sollen Interessierte bei weiteren Veranstaltungen genauer informiert werden.
Waldbesitzende können sich bereits melden und ihre Flächen in das Projekt einbringen. Das Projektgebiet umfasst die Gewanne Bargauer Horn, Bernhardus, Emersberg und Burghalde auf den Gemarkungen Bargau und Weiler in den Bergen. Informationen, Ansprechpersonen für individuelle Fragen und weitere Informationstermine im Saal, online und im Wald gibt es unter meinwaldistzukunft.deexterner Link, öffnet ein neues Fenster.
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