Maike Merz erzählt von ihrem Weg in die Selbstständigkeit
Die Unternehmerin Maike Merz hat bei einer Veranstaltung des GründerinnenNetzOstalb Einblicke in ihren beruflichen Weg gegeben. Anhand ihrer eigenen Gründungen sprach sie darüber, wie sich aus Ideen neue Projekte entwickeln können und welche Herausforderungen die Selbstständigkeit mit sich bringt.
Mit 26 Jahren machte sich Merz in Münchenexterner Link, öffnet ein neues Fenster als Grafikerin selbstständig. Seit 2007 arbeitet sie mit ihrer Kommunikationsagentur BUERO MATTSCHWARZ. Das Angebot reicht laut Mitteilung von Print- und Digitalkommunikation über Websites, Apps und Social-Media-Inhalte bis zu Eventmanagement und klassischer PR. Später folgten weitere Gründungen in Stuttgart und Aalen.
Vom Pop-up-Projekt zum ZeitRaum
2018 setzte Merz gemeinsam mit Cerstin Hafer zunächst eine dreimonatige Pop-up-Nutzung im Kubus um. Das Projekt war finanziell nicht sofort erfolgreich, weckte aber den Wunsch weiterzumachen. Daraus entstand der ZeitRaum Shop, der junges Produktdesign, ausgewählte Manufakturen und regionale Unikate mit dem Secondhand-Konzept „Zweite Liebe“ verbindet. Der Laden befindet sich inzwischen auf dem ehemaligen Spiegler-Areal am Westlichen Stadtgraben in Aalen. Auch der Online-Shop trägt laut Mitteilung wesentlich zu Umsatz und Arbeitsaufwand bei.
Rund die Hälfte der angebotenen Waren stammt von Frauen. Merz legt nach eigenen Angaben besonderen Wert auf den persönlichen Austausch mit Herstellerinnen und Kundinnen. Dabei gehe es auch darum, für handgefertigte, regionale und nachhaltige Produkte realistische Preise zu kalkulieren.
Mut, Planung und Unterstützung
Zu den wichtigen Faktoren ihrer Selbstständigkeit zählt Merz, Verantwortung zu übernehmen und abzugeben, dem Team zu vertrauen und sich nicht zu verzetteln. Auch die Wahl der Rechtsform, Durchhaltevermögen, Netzwerke sowie Beratung und Information seien wichtig. Sicherheit habe ihr zu Beginn ein großer Kunde gegeben, der ihr bis heute treu sei.
Frauen, die über eine Gründung nachdenken, rät Merz, sich zu trauen, anzufangen und den eigenen Ideen Raum zu geben. Der Weg müsse nicht von Anfang an vollständig feststehen. Entscheidend seien, Chancen zu erkennen, realistisch zu planen und Unterstützung zu suchen.
Das GründerinnenNetzOstalb wird von der Kontaktstelle Frau und Beruf Ostalbkreis und dem in:it co-working lab getragen. Es soll Frauen auf dem Weg in die Selbstständigkeit unterstützen und den praxisnahen Austausch fördern. Informationen zu weiteren Terminen und Vernetzungsmöglichkeiten gibt es in der LinkedIn-Gruppe des GründerinnenNetzOstalb. Weitere Informationen zu Veranstaltungen der Kontaktstelle finden sich unter frau-beruf.info/veranstaltungen.
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