Schulcontainer in Schwetzingen und Wiesloch: Vorsorgerichtwert überschritten

In Containerklassenzimmern in Schwetzingen und Wiesloch liegt die Konzentration von 2-Ethylhexanol über dem Vorsorgerichtwert.

Von Redaktion LK Rhein-Neckar-Kreis1 Min. Lesezeit

In Containerklassenzimmern der Comenius-Schule in Schwetzingen und des Zentrums beruflicher Schulen in Wiesloch ist die Konzentration von 2-Ethylhexanol erhöht. Messungen ergaben Werte zwischen 200 und 230 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Damit liegt die Belastung über dem Vorsorgerichtwert von 100 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Der Gefahrenrichtwert von 1.000 Mikrogramm pro Kubikmeter wurde bei allen Messungen deutlich unterschritten. Nach Einschätzung des beauftragten Fachgutachters und des Gesundheitsamtes ist eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung nicht zu erwarten. Die Containerklassenzimmer müssen deshalb nach derzeitigem Kenntnisstand nicht gesperrt werden.

Regelmäßiges Stoßlüften empfohlen

Bis die Ursache geklärt und beseitigt ist, soll regelmäßiges Lüften die Schadstoffkonzentration senken. Besonders empfohlen wird Stoßlüften, etwa in den Unterrichtspausen. Bei den Messungen waren Türen und Fenster mindestens 24 Stunden geschlossen; eine künstliche Belüftung fand nicht statt. Die Werte bilden daher eine Situation ohne Luftaustausch ab.

Betroffen sind die Containeranlagen der Comenius-Schule, eines Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums in Schwetzingen, sowie des Zentrums beruflicher Schulen in Wiesloch. Zu diesem gehören die Hubert-Sternberg-Schule, die Louise-Otto-Peters-Schule und die Johann-Philipp-Bronner-Schule.

Ursache wird weiter untersucht

Der Rhein-Neckar-Kreis hatte die zusätzlichen Messungen veranlasst, nachdem in Containerklassenzimmern der Maria-Montessori-Schule in Weinheim Schadstoffe festgestellt worden waren. Dort waren vier Räume vorsorglich für die weitere Nutzung gesperrt worden. An den Standorten in Schwetzingen und Wiesloch stehen baugleiche Containerklassenzimmer.

Die Ursache der Belastung in den nun untersuchten Anlagen ist noch nicht abschließend geklärt. Der Eigenbetrieb Bau, Vermögen und Informationstechnik des Kreises hat deshalb weitere Untersuchungen der verwendeten Materialien und Reinigungsmittel beauftragt. Anhand der Ergebnisse soll entschieden werden, welche Sanierungs- oder Reinigungsmaßnahmen nötig sind.

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