Zollernalbkreis plant für 2027 mit mehr als neun Millionen Euro Fehlbetrag

Der Zollernalbkreis plant für 2027 ein Haushaltsdefizit von mehr als neun Millionen Euro. Der Entwurf sieht zudem eine Kreisumlage von 34 Prozent und Kredite von 13,5 Millionen Euro vor.

Von Redaktion LK Zollernalbkreis1 Min. Lesezeit
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Der Zollernalbkreis plant für 2027 mit einem Fehlbetrag von mehr als neun Millionen Euro. Landrat Günther-Martin Pauli brachte den Haushaltsentwurf am Montag, 19. Oktober 2026, in den Kreistag ein. Der Fehlbetrag im Ergebnishaushalt soll aus der Rücklage aus Überschüssen der Vorjahre gedeckt werden.

Der Entwurf sieht ordentliche Erträge von knapp 359 Millionen Euro und Aufwendungen von fast 368 Millionen Euro vor. Für notwendige Investitionen, insbesondere in Bildungseinrichtungen, das Zentralklinikum und die Infrastruktur, schlägt die Verwaltung eine Kreditaufnahme von 13,5 Millionen Euro vor. Sie ist damit noch keine beschlossene Finanzierung.

Die Kreisumlage soll von derzeit 32,5 auf 34 Prozent steigen. Das entspricht einem Plus von 1,5 Prozentpunkten. Pauli begründete den Schritt unter anderem mit dem geplanten Start des Zentralklinikums: In diesem Zusammenhang seien die höhere Umlage und die vorgesehene Kreditaufnahme gerechtfertigt.

Investitionen und Einsparungen

Für die Schulen sind unter anderem 1,3 Millionen Euro für die Dachsanierung einschließlich Photovoltaikanlage an der Walter-Groz-Schule in Albstadt vorgesehen. Für die Planung der energetischen Sanierung der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule in Balingen enthält der Entwurf 250.000 Euro. Weitere Ansätze sind 120.000 Euro für die Photovoltaik-Offensive am Beruflichen Schulzentrum in Hechingen und 500.000 Euro für Planungen zur Aufstockung der Rossentalschule.

Nach Angaben des Landrats sollen Kürzungen bei Sach- und Dienstleistungen den Haushalt um 1,8 Millionen Euro entlasten. Außerdem seien Stellen gestrichen und Verwaltungsabläufe überprüft worden. Pauli verwies auf steigende Ausgaben für Soziales, Jugendhilfe und Eingliederungshilfe. Er kritisierte, dass Kommunen zusätzliche Aufgaben und Ausgaben bewältigen müssten, während ihre finanziellen Spielräume schrumpften.

Der Haushaltsentwurf steht am Anfang der Beratungen. Für 2027 beziffert er die ordentlichen Erträge auf 358.901.695 Euro und die ordentlichen Aufwendungen auf 367.923.770 Euro.

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