Baden-Baden plant weniger Plätze für Geflüchtete
Die Stadt Baden-Baden will ihre Unterbringungskapazitäten für Geflüchtete schrittweise verkleinern. Nach derzeitiger Planung soll die Zahl der Plätze von 1.553 im Jahr 2026 auf rund 813 im Jahr 2028 zurückgehen. Der Sozialausschuss befasst sich am 22. Oktober mit der Weiterentwicklung der Gebäudestrategie.
Hintergrund ist, dass seit Ende 2025 monatlich mehr Menschen städtische Unterkünfte verlassen als neu zugewiesen werden. Die Verwaltung will deshalb nicht mehr benötigte Kapazitäten abbauen und zugleich Reserven für veränderte Zugangszahlen vorhalten. Die Stadt rechnet mit geringeren Miet-, Betriebs- und Unterhaltungskosten.
Vorgesehen ist unter anderem, kleinere Einzelobjekte aufzugeben und Direktmietverhältnisse zu fördern. Auch größere Unterkünfte sollen geschlossen werden, wenn ihr weiterer Betrieb wirtschaftlich oder organisatorisch nicht sinnvoll ist. Geeignete Bestandsobjekte sollen erhalten bleiben.
Ein konkretes Beispiel ist die Unterkunft in der Waldseestraße 40 am Waldseeplatz. Sie soll aufgegeben werden. Als Gründe nennt die Stadt den erheblichen Instandsetzungsbedarf und die langfristig unwirtschaftliche Unterbringung in Containern. Eine Schließung eröffnet laut Mitteilung zudem die Möglichkeit, die weitere Entwicklung des Areals neu zu betrachten.
Die Stadt will die Entwicklung der Flüchtlingszahlen weiterhin beobachten. Bürgermeister Dr. Tobias Krammerbauer erklärte, es gehe darum, Kosten zu reduzieren und zugleich ausreichend Unterbringungsmöglichkeiten für neue Entwicklungen bereitzuhalten. Romana Huck, Leiterin des Bereichs Soziales im Sozial- und Jugendamt, verwies auf den Bedarf an ausreichenden Reserven.
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