Theaterstück „Niemandsland“ erinnert in Bruchsal an Deportation nach Gurs

Das Ein-Personen-Stück „Niemandsland“ erinnert am 16. November in Bruchsal an die Deportation nach Gurs. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung erforderlich.

Von Redaktion Bruchsal1 Min. Lesezeit
Historische Aufnahme der Deportation Bruchsaler und Kraichgauer Juden am Bahnhof am 22. Oktober 1940.

Foto: Stadt Bruchsal

Foto: Stadt Bruchsal

Mit dem Ein-Personen-Stück „Niemandsland“ erinnert der Schauspieler Tino Leo an die Deportation der jüdischen Bevölkerung aus Baden und der Pfalzexterner Link, öffnet ein neues Fenster in das südfranzösische Internierungslager Gurs. Die Aufführung findet am Montag, 16. November, um 20 Uhr in der Aula der Handelslehranstalt, Gebäudekomplex C, Stadtgrabenstraße 1, in Bruchsal statt.

Das Stück ist ein Auftragswerk des Kuratoriums der Länder Baden-Württemberg, Saarlandexterner Link, öffnet ein neues Fenster und Rheinland-Pfalz. Leo stellt darin verschiedene Rollen dar und macht das persönliche Erleben der Betroffenen zum Thema.

Am 22. Oktober 1940 deportierte das NS-Regime die zuvor entrechtete und gedemütigte jüdische Bevölkerung aus Baden und der Pfalz nach Gurs. Auch mehr als 80 Menschen aus Bruchsal verloren damals ihre Heimat; viele wurden später in den Vernichtungslagern im Osten ermordet. Der organisatorische Ablauf der Deportation diente als Vorbild für weitere Vertreibungen.

Der Eintritt zur Aufführung ist frei. Wegen begrenzter Kapazitäten ist eine Anmeldung erforderlich: per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 07251 79-531 beziehungsweise 07251 79-183.

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