Wildblumenwiese im Herbst anlegen: Saatgut für kleine Flächen kostenlos

Der Herbst eignet sich nach Angaben der Stadt Ettenheim, um im eigenen Garten eine Wildblumenwiese anzulegen. Für kleine Flächen von ein bis drei Quadratmetern gibt es kostenloses Saatgut im Bürgerbüro der Stadt. Größere Mengen sind unter anderem über NABU.de/saatgutexterner Link, öffnet ein neues Fenster erhältlich.
Standort und Saatgut auswählen
Am besten gedeihen viele Wildblumen an einem sonnigen Standort und auf nährstoffarmem Boden. Auch lehmig-humose Böden eignen sich. Bei der Saatgutauswahl empfiehlt die Stadt regionale, mehrjährige Samen, möglichst aus ökologischem Anbau. Die Mischung sollte ein breites Spektrum heimischer Wildblumen enthalten: Als „bienenfreundlich“ bezeichnete Mischungen sind nicht automatisch geeignet, weil viele Insekten auf bestimmte Pflanzen spezialisiert sind.
Fläche vorbereiten und aussäen
Vor der Aussaat wird die Grasnarbe vollständig entfernt. Auf nährstoffreichem Boden kann mageres, mineralisches Material wie Sand oder feiner Kies eingearbeitet werden. Wurzel- und Samenunkräuter sollten beseitigt, die Erde anschließend feinkrümelig gelockert und geebnet werden. Als Werkzeuge nennt die Stadt Spaten, Rechen, Rasenwalze und Gießkanne; bei größeren Flächen kann eine Fräse hilfreich sein.
Die Samen werden mit Sand vermischt und breitwürfig von Hand ausgesät. Sie dürfen nicht mit Erde bedeckt werden, da Wildblumen Lichtkeimer sind. Anschließend wird die Fläche angewalzt. Für ein optimales Wachstum benötigen die Pflanzen mindestens vier bis sechs Wochen durchgehende Feuchtigkeit.
Pflege der Wiese
Die Fläche sollte regelmäßig auf unerwünschte Pflanzen kontrolliert werden. Arten wie Melde, Knöterich, Kompass-Lattich, Zaunwinde und Gänsedistel können die Blumenvielfalt verdrängen und sollten dann ausgezupft werden.
Je nach Standort und Witterung wird ein- bis dreimal im Jahr gemäht, in der Regel zwischen Mai und Juli sowie im Oktober. Gemäht werden sollte, wenn ein großer Teil der Wildblumen verblüht ist, aber noch vor der Samenreife der ebenfalls blühenden Gräser, damit diese nicht überhandnehmen. Das Schnittgut wird abgetragen. Eine Mahd in Etappen mit mindestens einer Woche Abstand gibt Tieren Zeit, auf benachbarte Flächen auszuweichen.
Ein Teil der Wiese kann bis zum nächsten Frühjahr stehen bleiben. Verblühte Stängel bieten manchen Insekten ein Winterquartier, die Samen von Stauden dienen Vögeln als Nahrung. Als geeignete Pflanzen nennt die Stadt unter anderem Hornklee, Glockenblumen, Schafgarbe, Schlüsselblume, Wiesensalbei und Wiesen-Storchschnabel.
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