Gemeinderat begrenzt städtischen Anteil für Haltepunkt Löwental auf 1,22 Millionen Euro

Der Gemeinderat Friedrichshafen beschließt am 19. Oktober die Modernisierung des Haltepunkts Löwental. Der städtische Anteil ist auf 1,22 Millionen Euro begrenzt.

Von Redaktion Friedrichshafen1 Min. Lesezeit

Der Gemeinderat Friedrichshafen hat am 19. Oktober die Fortführung der Modernisierung des Haltepunkts Löwental beschlossen. Der städtische Finanzierungsanteil wird vertraglich auf höchstens 1,22 Millionen Euro begrenzt. Die aktualisierte Kostenberechnung der Deutschen Bahn veranschlagt das Vorhaben insgesamt mit rund 6,1 Millionen Euro.

Die Verwaltung soll auf Grundlage des aktuellen Planungsstands den Realisierungs- und Finanzierungsvertrag mit der Deutschen Bahn abschließen. Kostensteigerungen über die städtische Obergrenze hinaus sollen von der Bahn und dem Land Baden-Württemberg getragen werden. Die Deutsche Bahn hat dem Vorgehen zugestimmt.

Kommunaler Anteil nahezu verdreifacht

Bei der ursprünglichen Planung im Jahr 2022 waren Gesamtkosten von rund 2,1 Millionen Euro und ein kommunaler Anteil von etwa 420.000 Euro angesetzt worden. Der nun vorgesehene städtische Anteil von 1,22 Millionen Euro ist damit nahezu dreimal so hoch wie ursprünglich angenommen.

Als Gründe für die Kostensteigerung nennt die Deutsche Bahn allgemeine Baupreissteigerungen seit 2021, die fortgeschriebene und konkretisierte Planung sowie zusätzliche Arbeiten an Kabeltrassen, deren Verlegung sich als unvorhergesehen erforderlich erwies. Hinzu kommen höhere Anforderungen an die Barrierefreiheit. Dazu zählen vorbereitende Maßnahmen für eine mögliche spätere Anhebung der Bahnsteige auf 76 Zentimeter über Schienenoberkante.

Neue Außenbahnsteige und barrierefreie Zugänge

Geplant sind zwei neue Außenbahnsteige mit jeweils 120 Metern Länge und einer Höhe von 55 Zentimetern. Außerdem sollen die Zugänge barrierefrei angepasst sowie Beleuchtung und Ausstattung erneuert werden. Weitere Maßnahmen sollen die Barrierefreiheit verbessern.

Der Haltepunkt verzeichnet nach Angaben der Stadt mehr als 17.000 Zughalte pro Jahr, mit steigender Tendenz. Er bindet die Stadtteile Friedrichshafen-Ost und St. Georgen in Richtung Stadtbahnhof und Ravensburg an. Die Modernisierung soll die Barrierefreiheit und Erreichbarkeit sowie die Aufenthalts- und Reisequalität verbessern. Bei einem Abbruch des Vorhabens wären bereits angefallene Planungskosten von 150.000 Euro nicht erstattungsfähig gewesen.

Weitere Informationen und Vorlagen zu öffentlichen Sitzungen des Gemeinderats und der Ausschüsse stellt die Stadt im Sitzungsdienst Friedrichshafenexterner Link, öffnet ein neues Fenster bereit.

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