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Bundesweiter Warntag am 10. September 2026: Warnmittel testen und Verhalten üben

Ab 11:00 Uhr werden Radio, Fernsehen, digitale Stadtanzeigetafeln, Warn-Apps und Cell Broadcast aktiviert – Entwarnung um 11:45 Uhr

Von Redaktion Horb am Neckar07.09.26, 15:42

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Bundesweiter Warntag 2026 in Horb am Neckar
Foto: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
10Sep

Bundesweiter Warntag 2026 in Horb am Neckar

11:00 Uhr

Bundesweit · Horb am Neckar

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Bundesweiter Warntag am 10. September 2026

Der bundesweite Warntag findet am Donnerstag, 10. September 2026, statt. Er soll die Bevölkerung für Warnungen sensibilisieren, auf verfügbare Warnmöglichkeiten aufmerksam machen und Wissen über den Umgang mit Warnungen vermitteln. Nach Angaben der Mitteilung erproben Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben an diesem Tag im Rahmen einer gemeinsamen Übung ihre Systeme zur Bevölkerungswarnung.

Der Warntag wird jährlich am zweiten Donnerstag im September durchgeführt. Ab 11:00 Uhr aktivieren die beteiligten Behörden und Einsatzkräfte verschiedene Warnmittel, darunter Radio und Fernsehen, digitale Stadtanzeigetafeln sowie Warn-Apps wie BIWAPP oder NINA. Auch der Warnkanal Cell Broadcast wird ausgelöst. Dabei erhalten Mobilfunkteilnehmer, die mit ihrem Endgerät in einer Mobilfunkzelle eingebucht sind, eine Warnung auf ihr Handy, ohne dass dafür eine App erforderlich ist. Das Gerät muss eingeschaltet sein und die technischen Voraussetzungen erfüllen beziehungsweise die öffentlichen Warnungen aktiviert haben.

Bei den meisten modernen Geräten ist die Funktion bereits voreingestellt aktiviert, bei Android ab Version 11 und bei iOS ab Version 15.6.1. Die Bezeichnungen der Menüpunkte können je nach Gerät und Betriebssystem leicht variieren. Laut Mitteilung lassen sich die Einstellungen auch über die Suchfunktion in den Geräte-Einstellungen finden, etwa durch die Begriffe „Cell Broadcast“, „Warnmeldungen“ oder „Notfallbenachrichtigungen“.

Die Entwarnung erfolgt um 11:45 Uhr über die gleichen Kanäle.

Warn-Apps und weitere Informationen

Die Mitteilung weist darauf hin, dass Bürgerinnen und Bürger nichts weiter tun müssen, als darauf zu achten, auf welchem Weg sie die Warnung erreicht. Wer Freunde und Angehörige informiert, kann zur besseren Reichweite des Warntages beitragen. Außerdem erhöht das Nutzen einer Warn-App wie BIWAPP, NINA oder der städtischen Horb-App die Chance, im Notfall öffentliche Warnungen zu erhalten.

Weitere Informationen im Internet gibt es unter www.warnung-der-bevoelkerung.de und www.bundesweiter-warntag.de.

Rückmeldekanal der Bevölkerung

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe richtet auch in diesem Jahr wieder einen Rückmeldekanal für die Bevölkerung zum bundesweiten Warntag ein. Bürgerinnen und Bürger können am 10. September ab 11:00 Uhr auf der Internetseite www.warntag-umfrage.de ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen rund um den Warntag mitteilen. Das BBK hat zudem vor wenigen Wochen die Umfrageergebnisse zum Warntag 2025 veröffentlicht; weitere Informationen und ein ausführlicher Bericht dazu sind auf der Internetseite www.bbk.bund.de zu finden.

Warnmittel in Horb am Neckar

Auch die Stadt Horb am Neckar beteiligt sich am bundesweiten Warntag und löst ihre städtischen Warnmittel aus. In den Stadtteilen Ahldorf, Betra, Dettensee, Dettingen, Dettlingen, Grünmettstetten, Mühlen, Mühringen, Nordstetten, Rexingen und Talheim werden die vorhandenen Sirenen ausgelöst. Zusätzlich wird über die städtische Homepage und die Horb-App eine Warnmeldung veröffentlicht. Erstmals werden außerdem sechs neu errichtete Sirenenanlagen im Stadtgebiet ausgelöst.

Diese neuen Sirenenanlagen befinden sich an folgenden Standorten: Rathaus in der Kernstadt Horb, Gemeinschaftsschule am Hohenberg, Gymnasium Horb, Feuerwehrhaus Mühringen, Rathaus Grünmettstetten und Grundschule Dettingen.

Ausbau des Sirenenwarnsystems

Die Mitteilung erläutert, dass neben den Sirenenanlagen aus dem damaligen Zivilschutz-Konzept des Bundes, die 1993 in das Eigentum der Stadt Horb am Neckar übernommen wurden, der Gemeinderat im Jahr 2024 den Aufbau eines neuen, flächendeckenden Sirenenwarnsystems für das Stadtgebiet bis zum Jahr 2028 beschlossen hat. Hintergrund sind zunehmende Ausfälle im bisherigen Sirenennetz aufgrund des Alters der Sirenen sowie veraltete Beschallungsberechnungen.

Die neuen digitalen Sirenen sind im Falle eines Netzausfalls mit einer Batteriepufferung ausgestattet. Sie ermöglichen neben der Alarmierung der Feuerwehr auch die Alarmierung der Bevölkerung, unter anderem mit digitalen Sprachdurchsagen. So können im Ereignisfall neben den Warnsignalen auch konkrete Informationen und Verhaltenshinweise übermittelt werden.

Die Umsetzung erfolgt nach einer festgelegten Priorisierung, bei der insbesondere der jeweilige Warnbedarf, die örtlichen Gegebenheiten und eine möglichst flächendeckende Erreichbarkeit der Bevölkerung berücksichtigt werden. Die bereits vorhandenen Sirenen aus dem früheren Zivilschutz bleiben während der Übergangsphase weiterhin in Betrieb. Im weiteren Ausbau werden diese bestehenden Anlagen entsprechend der festgelegten Priorisierung schrittweise durch moderne digitale Sirenen ersetzt und anschließend zurückgebaut. Ziel ist ein einheitliches, modernes und ausfallsicheres Sirenennetz, damit nach Abschluss des Ausbaus alle Stadtteile über ein flächendeckendes Sirenenwarnkonzept verfügen und die Bevölkerung im gesamten Stadtgebiet im Ereignisfall schnell und zuverlässig gewarnt werden kann.

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Foto: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

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