Kindstaufe in Dettlingen im Sommer 1938 – Ein Blick ins Horber Stadtarchiv
Eine Bilderserie zeigt den Weg des frisch getauften Säuglings von der St.-Pantaleonskirche nach Hause, begleitet von Familie und Gemeinde.
Eine Bilderserie aus dem Horber Stadtarchiv zeigt eine Kindstaufe in Dettlingen im Sommer 1938. Zu sehen ist, wie der frisch getaufte Säugling von der Patin auf dem Taufkissen von der St.-Pantaleonskirche nach Hause getragen wird. Begleitet werden die beiden vom Paten, vom Vater, von der Hebamme, vom Onkel und von den älteren Geschwistern des Täuflings.
Die Mutter war bei der Taufe nicht dabei. Nach der Niederkunft durfte sie das Haus erst wieder verlassen, wenn der Pfarrer sie „ausgesegnet“ hatte. So war es damals in Dettlingen noch üblich. Nach Angaben der Pressemitteilung war die Mutter zudem vermutlich noch erschöpft, weil sie auch am Tag der Geburt auf dem Feld gearbeitet hatte und erst rechtzeitig nach Hause eilte.
Die Taufe fand demnach immer an dem Sonntag nach der Geburt statt. Der Säugling sollte möglichst schnell den göttlichen Segen erhalten.
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