Ausstellung in Kehl erzählt von der Münsterbauhütte und der Stadtgeschichte

Die Kehler Ausstellung zur Münsterbauhütte ist bis 22. Januar 2027 zu sehen. 32 Tafeln und Stelen erzählen an acht Standorten von Kehls historischer Rolle beim Straßburger Münsterbau.

Von Redaktion Kehl1 Min. Lesezeit

Die Kehler Innenstadt ist um eine historische Spurensuche reicher: Die Ausstellung „800 Jahre: Die Münsterbauhütte und Kehl – eine rheinübergreifende Geschichte“ wurde am Donnerstag, 8. Oktober, eröffnet. An acht Standorten erzählen 32 Tafeln, Leuchtstelen und Kuben von der Beteiligung Kehls am Bau des Straßburger Münsters.

Die Ausstellung verteilt sich unter anderem auf den Marktplatz, das City-Center und Einzelhandelsgeschäfte. Ihre Texte sind auf Deutsch und Französisch verfasst. Die Inhalte folgen zwar einer Chronologie, lassen sich laut dem Autor der Ausstellung, dem Historiker Dr. Stefan Woltersdorff, aber auch unabhängig voneinander lesen.

Kehl verwaltete die Münsterbauhütte über Jahrhunderte

Ein genaues Gründungsdatum der Straßburger Münsterbauhütte ist nicht bekannt. Die Jubiläumszahl von 800 Jahren geht auf ihre erste handschriftliche Erwähnung zwischen 1224 und 1228 zurück, erklärte die Kunsthistorikerin der Münsterbauhütte, Dr. Sabine Bengel, bei der Eröffnung im Kultur-Café.

Nach Woltersdorffs Darstellung verwaltete Kehl die Münsterbauhütte mehr als 300 Jahre lang in einer Art Obergeneraldirektorenrolle. Die Stadt konnte etwa Steuern erheben, die zur Finanzierung des Aus- und Weiterbaus des Straßburger Münsters dienten. Woltersdorff hält es zudem für möglich, dass Kehler Handwerker und Fuhrunternehmen Aufträge für den Münsterbau erhielten.

Bis 22. Januar 2027 zu sehen

Die Ausstellung ist bis zum 22. Januar 2027 in der Kehler Innenstadt zu sehen. Sie ergänzt die Jubiläumsausstellung „Bauen, bewahren, weitergeben – 800 Jahre Straßburger Münsterbauhütte“, die vom 16. Oktober bis zum 11. April 2027 im Museum Œuvre Notre-Dame in Straßburg gezeigt wird.

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