Kornwestheim schließt StadtDialog-Projektstruktur zum Jahresende ab

Kornwestheim beendet zum Jahresende die Projektstruktur des StadtDialogs; Maßnahmen laufen in Fachbereichen weiter. Die Bürgerumfrage ist für Frühjahr 2027 geplant.

Von Redaktion Kornwestheim2 Min. Lesezeit
Im Teilprojekt 5 wurde unter anderem eine Diskussionsrunde zum Europatag an der Theodor-Heuss-Realschule umgesetzt, bei der sich die Schülerinnen und Schüler mit zahlreichen Fragen und Impulsen einbrachten.

Foto: IK_FOTODESIGN

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Die Stadt Kornwestheim beendet zum Jahresende die bisherige Projektstruktur des „StadtDialog – JETZT! Perspektiven für unsere Stadt“. Viele der angestoßenen Maßnahmen sollen in den zuständigen Fachbereichen weitergeführt werden. Ein noch ausstehender Baustein ist die Bürgerumfrage, die von 2026 auf das Frühjahr 2027 verschoben wurde.

Der StadtDialog umfasst fünf Teilprojekte. Im Bereich Bürokratieabbau und Digitalisierung können Bürgerinnen und Bürger verschiedene Verwaltungsleistungen online und orts- sowie zeitunabhängig beantragen. Ein Abholterminal im Rathaus ermöglicht seit Dezember 2025 die zeitunabhängige Abholung von Dokumenten. Auch das E-Payment wurde eingeführt. Im ersten Quartal 2027 soll auf der städtischen Homepage ein Chatbot hinzukommen, der zu passenden Informationen führt. Hallenzeiten können Vereine inzwischen über eine Web-Applikation anfragen und verfügbare Zeiten einsehen.

Digitale Angebote und Arbeit mit Unternehmen

Im Teilprojekt zur Wirtschaftsförderung und IHK-Kooperation machte eine Unternehmensbefragung Anliegen der örtlichen Wirtschaft sichtbar. Sie lieferte Ansatzpunkte für Verbesserungen bei Verwaltungsabläufen und der Zusammenarbeit. Bauanträge können nun digital über das virtuelle Bauamt eingereicht werden. Eine persönliche Bau-Vorbesprechung ergänzt das Verfahren, damit Fragen frühzeitig geklärt werden können. Eine mögliche RAL-Zertifizierung soll nach einer Konsolidierung des städtischen Haushalts geprüft werden.

Ein weiteres Teilprojekt befasste sich mit gemeinnütziger Arbeit für Asylbewerberinnen und Asylbewerber. Von ursprünglich sechs Personen konnte eine in eine dauerhafte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt werden. Die Stadt führte das Vorhaben nach eigenen Angaben als erste Kommune im Landkreis Ludwigsburg auf Grundlage der gesetzlichen Regelung um. Weil Kornwestheim aufgrund der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Baden-Württemberg von der Aufnahme weiterer Asylsuchender befreit ist, ergaben sich keine weiteren Gelegenheiten zur Umsetzung. Das Teilprojekt gilt daher als abgeschlossen; die Erfahrungen wurden in einem Praxiskonzept festgehalten und an Abgeordnete sowie Ministerinnen und Minister weitergegeben.

Jugendliche und Bürgerinnen und Bürger sollen beteiligt werden

Im Teilprojekt zur Kooperation mit Schulen und Demokratieförderung brachten Jugendliche ihre Perspektiven bei Veranstaltungen zur Landtagswahl mit 160 Schülerinnen und Schülern sowie Kandidatinnen und Kandidaten, bei einem Diskussionsformat zum Europatag und beim Aktionstag „Schule trifft Rathaus“ ein. An der Europatag-Veranstaltung diskutierten sie mit Oberbürgermeister Nico Lauxmann und Gemeindetagspräsident Steffen Jäger. Eng eingebunden war auch die Jugenddelegation Kornwestheim (JuDeKo).

Für die verschobene Bürgerumfrage sollen rund 6.000 Haushalte gezielt angeschrieben werden. Unabhängig davon können alle Einwohnerinnen und Einwohner Kornwestheims ab 16 Jahren digital oder analog teilnehmen. Die Ergebnisse sollen im Sommer 2027 bei einem öffentlichen Bürgerdialog vertieft und zu 15 priorisierten Handlungsfeldern gebündelt werden.

„Der StadtDialog zeigt, was möglich wird, wenn wir zuhören, neue Wege ausprobieren und die Perspektiven der Menschen vor Ort ernst nehmen“, sagt Oberbürgermeister Nico Lauxmann. Mit dem Ende der Projektstruktur sei die Arbeit nicht beendet: Bewährte Maßnahmen würden von Fachbereichen und Stabsstellen fortgeführt. Bürgerumfrage und Bürgerdialog sollen 2027 weitere Hinweise darauf geben, was Kornwestheim bewegt.

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