Untersuchungen für den geplanten Schulcampus Ost in Kornwestheim starten am 12. Oktober
Auf dem Gelände des geplanten Schulcampus Ost in Kornwestheim beginnen Mitte Oktober vorbereitende Untersuchungen. Betroffen sind nach Angaben der Stadt zwei Flächen im Umfeld der Theodor-Heuss-Realschule: ein Feld südlich des Schulgeländes für den künftigen Campus sowie eine Fläche mit Baumbestand südlich des Ratio-Baus für die geplante Weiterführung der Radwegeverbindung.
Start am 12. Oktober
Los geht es am Montag, 12. Oktober 2026, mit einer Oberflächensondierung auf Blindgänger und Munitionsreste. Anlass dafür sind historische Luftbilder, die in dem Gebiet Bombentrichter und Geschützstellungen zeigen. Am Dienstag, 13. Oktober 2026, sollen die erhobenen Daten ausgewertet und mögliche Verdachtspunkte durch Aufgrabungen überprüft werden.
Ab Mittwoch, 14. Oktober 2026, ist anschließend voraussichtlich bis Ende November eine archäologische Probegrabung vorgesehen. Das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg will dafür Suchgräben mit einer Tiefe von etwa 70 Zentimetern anlegen. Falls dabei Kulturgüter entdeckt werden, sollen diese dokumentiert und geborgen werden. In diesem Fall könnte die Suche ausgeweitet und die Untersuchung verlängert werden.
Derzeit keine Folgen für den Baubeginn
Auswirkungen auf das Campusprojekt werden derzeit nicht erwartet. Die Bauarbeiten sollen laut Mitteilung erst ab 2028 beginnen. Die jetzt anstehenden Arbeiten dienten ausschließlich der Vorbereitung und schüfen noch keine baulichen Fakten für den Schulcampus Ost.
Römerstraße soll erhalten bleiben
Die bereits freigelegte Römerstraße soll während der späteren Bauarbeiten geschützt werden und danach im Randbereich des Campus wieder öffentlich zugänglich sein. Der unter dem Damm liegende Abschnitt wird nach den Angaben nicht geöffnet. Über den Damm soll die Baustraße führen; eine aufgeschotterte Tragschicht soll Eingriffe in Richtung der historischen Straße vermeiden.
Keine Baumfällungen vorgesehen
Die Suchgräben liegen auf Ackerflächen. Baumfällungen sind nach der Mitteilung deshalb nicht erforderlich. Vorgesehen sind lediglich Pflegeschnitte an wenigen Bäumen. Nach Abschluss der Untersuchungen soll auf den betroffenen Flächen grundsätzlich wieder Ackerbau möglich sein.
Eigene Anzeige
Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen
Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.