Leonberg fordert Erhalt stationärer Krankenhausversorgung

Leonbergs Oberbürgermeister Degode warnt vor einem Abbau stationärer Klinikleistungen. Ein Gutachten hält rund 50 Betten in einem Neubau für möglich.

Von Redaktion Leonberg3 Min. Lesezeit

Oberbürgermeister Tobias Degode lehnt den Kurs von Landkreis und Klinikverbund Südwest zur Zukunft des Krankenhauses Leonberg ab. Ein vorgestelltes Konzept deute darauf hin, dass stationäre Leistungen abgebaut und durch ambulante Angebote ersetzt werden sollen. Zudem sei ein möglicher Schließungstermin Anfang 2028 im Gespräch. Degode warnt vor Folgen für die stationäre Versorgung im nördlichen Landkreis und im Altkreis Leonberg.

Über die Krankenhausstrukturen entscheiden der Landkreis und die Gremien des Klinikverbunds. Sollte der Landkreis entgegen früheren Beschlüssen und Aussagen des Landrats de facto eine Schließung des bisherigen Krankenhauses beschließen, werde die Stadt Leonberg entschiedenen Widerstand leisten, kündigte Degode an.

Der Oberbürgermeister fordert die Kreisrätinnen und Kreisräte auf, klar Stellung zu beziehen. Die Bürgerinnen und Bürger müssten erfahren, welche stationäre Versorgung der Landkreis erhalten wolle und wer deren Aufgabe mittrage. Entscheidungen dürften nicht hinter dem Klinikverbund, der Krankenhausreform oder finanziellen Zwängen verborgen werden, erklärte Degode.

Die Stadt verweist auf frühere Aussagen zur medizinischen Versorgung: Im Oktober 2025 habe Landrat Roland Bernhard die Medizinkonzeption 2030 bekräftigt und Leonberg als modernen Grund- und Regelversorger bezeichnet. Im Mai 2026 hätten sich Landkreis und Stadt bei der Entwicklung des Fockental-Areals auf einen Gesundheitsstandort verständigt.

Gutachten sieht Möglichkeit für rund 50 Betten

Die Stadt Leonberg hat ein unabhängiges Gutachten zur künftigen medizinischen Versorgung in Auftrag gegeben. Das vorläufige Ergebnis besagt, dass eine ambulante Versorgung mit einem stationären Angebot von etwa 50 Betten wirtschaftlich darstellbar wäre. Voraussetzung wäre demnach ein Neubau. Die abschließende Fassung soll dem Gemeinderat im November vorgestellt werden.

Danach möchte Degode einen Runden Tisch mit Akteuren des Gesundheitswesens einberufen. Dabei sollen konkrete Schritte zur Haus- und Facharztversorgung, zu Praxisnachfolgen und zu neuen Versorgungsmodellen erarbeitet werden. Nach Angaben der Stadt laufen außerdem Gespräche mit Projektentwicklern und alternativen Klinikbetreibern.

Fockental-Planungen unter Vorbehalt

Auch die gemeinsame Planung für das Fockental-Areal will die Stadt neu bewerten. Im Mai hatten sich Landkreis und Stadt auf einen Campus mit den Schwerpunkten Gesundheit, Bildung und Wohnen verständigt. Wenn der Landkreis die Grundlage des Gesundheitsstandorts verändere, könne Leonberg seine bisherigen Planungen nicht fortschreiben, sagte Degode.

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Oberbürgermeister Tobias Degode lehnt den Kurs von Landkreis und Klinikverbund Südwest zur Zukunft des Krankenhauses Leonberg ab. Ein vorgestelltes Konzept deute darauf hin, dass stationäre Leistungen abgebaut und durch ambulante Angebote ersetzt werden sollen. Zudem sei ein möglicher Schließungstermin Anfang 2028 im Gespräch. Degode warnt vor Folgen für die stationäre Versorgung im nördlichen Landkreis und im Altkreis Leonberg.

Über die Krankenhausstrukturen entscheiden der Landkreis und die Gremien des Klinikverbunds. Sollte der Landkreis entgegen früheren Beschlüssen und Aussagen des Landrats de facto eine Schließung des bisherigen Krankenhauses beschließen, werde die Stadt Leonberg entschiedenen Widerstand leisten, kündigte Degode an.

Der Oberbürgermeister fordert die Kreisrätinnen und Kreisräte auf, klar Stellung zu beziehen. Die Bürgerinnen und Bürger müssten erfahren, welche stationäre Versorgung der Landkreis erhalten wolle und wer deren Aufgabe mittrage. Entscheidungen dürften nicht hinter dem Klinikverbund, der Krankenhausreform oder finanziellen Zwängen verborgen werden, erklärte Degode.

Die Stadt verweist auf frühere Aussagen zur medizinischen Versorgung: Im Oktober 2025 habe Landrat Roland Bernhard die Medizinkonzeption 2030 bekräftigt und Leonberg als modernen Grund- und Regelversorger bezeichnet. Im Mai 2026 hätten sich Landkreis und Stadt bei der Entwicklung des Fockental-Areals auf einen Gesundheitsstandort verständigt.

Gutachten sieht Möglichkeit für rund 50 Betten

Die Stadt Leonberg hat ein unabhängiges Gutachten zur künftigen medizinischen Versorgung in Auftrag gegeben. Das vorläufige Ergebnis besagt, dass eine ambulante Versorgung mit einem stationären Angebot von etwa 50 Betten wirtschaftlich darstellbar wäre. Voraussetzung wäre demnach ein Neubau. Die abschließende Fassung soll dem Gemeinderat im November vorgestellt werden.

Danach möchte Degode einen Runden Tisch mit Akteuren des Gesundheitswesens einberufen. Dabei sollen konkrete Schritte zur Haus- und Facharztversorgung, zu Praxisnachfolgen und zu neuen Versorgungsmodellen erarbeitet werden. Nach Angaben der Stadt laufen außerdem Gespräche mit Projektentwicklern und alternativen Klinikbetreibern.

Fockental-Planungen unter Vorbehalt

Auch die gemeinsame Planung für das Fockental-Areal will die Stadt neu bewerten. Im Mai hatten sich Landkreis und Stadt auf einen Campus mit den Schwerpunkten Gesundheit, Bildung und Wohnen verständigt. Wenn der Landkreis die Grundlage des Gesundheitsstandorts verändere, könne Leonberg seine bisherigen Planungen nicht fortschreiben, sagte Degode.

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