Neckargemünd vergibt Wasserkonzession erneut an Stadtwerke

Die Stadt Neckargemünd hat erneut einen Wasserkonzessionsvertrag mit den Stadtwerken Neckargemünd unterzeichnet. Damit soll das kommunale Unternehmen weitere 20 Jahre für die Wasserversorgung zuständig sein. Die erforderliche Genehmigung der Landeskartellbehörde für Energie und Wasser Baden-Württemberg steht allerdings noch aus.
Bereits 2023 hatte der Gemeinderat die Konzession an die Stadtwerke Neckargemünd GmbH vergeben. Die Kartellbehörde hielt damals eine europaweite Ausschreibung für erforderlich und genehmigte den Vertrag nicht. Die Stadt leitete daraufhin 2024 ein europaweites Vergabeverfahren nach neuen Vorgaben ein. Am Ende fiel die Entscheidung erneut zugunsten der Stadtwerke.
Der Konzessionsvertrag berechtigt die Stadtwerke, öffentliche Flächen für den Bau und Betrieb von Wasserleitungen zu nutzen. Das Unternehmen erfüllt diese Aufgabe laut Mitteilung seit mehr als 20 Jahren. In dieser Zeit wuchs das Wassernetz um fast 40 Kilometer auf nun 145 Kilometer; zudem kamen 500 Hausanschlüsse hinzu.
Zu den Anlagen der Wasserversorgung gehören ein Wasserwerk, vier Brunnen, sechs Pumpstationen und sechs Hochbehälter. Zuletzt wurde die Pumpstation Rainbach für rund 700.000 Euro modernisiert. Die Sanierung von Brunnen 4 im Wasserwerk Walkmühle ist nach Angaben der Stadtwerke in Planung. In den vergangenen zwei Jahrzehnten investierte das Unternehmen insgesamt mehr als 13 Millionen Euro in die Trinkwasserversorgung.
Bürgermeister Peter Seidel sagte bei der Vertragsunterzeichnung: „Die Stadtwerke Neckargemünd sind nun für eine weitere Generation ein Teil unseres Gemeinwesens“.
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