Kurzmitteilung: Pforzheim kontrolliert Gelbe Tonnen
Stadt startet Abfallcheck gegen Fehlwürfe und will so Recycling, Rohstoffe und Klima besser schützen

Mit einem Abfallcheck zur „Gelben Tonne“ startet in Pforzheim eine Kampagne, die auf mehr Recycling und eine bessere Trennung von Verpackungsabfällen abzielt. Auslöser sind auffallend hohe Mengen an falsch entsorgtem Material, das die Sortierung erschwert und ein erfolgreiches Recycling behindern kann.
Kontrolle bei der Leerung
Expertinnen und Experten wollen in den kommenden Tagen die Inhalte der Gelben Tonnen bei der Leerung überprüfen und auf falsche Sortierung hinweisen. Die Aktion soll vor Ort ansetzen und sichtbar machen, welche Abfälle in der Gelben Tonne nichts zu suchen haben.
Begleitet wird der Abfallcheck von der Kampagne „Mülltrennung wirkt“ der dualen Systeme. Ziel ist es, die richtige Trennung bürgernah zu vermitteln und im gesamten Stadtgebiet auf Großflächenplakaten zu präsentieren.
Warum der Check notwendig ist
Nach Angaben der Stadt zeigen sich in den Tonnen hohe Mengen artfremder Abfälle. Dazu zählen unter anderem gebrauchte Windeln sowie Glas-, Papier- und Kartonverpackungen oder Bioabfälle, die fälschlicherweise in der Gelben Tonne landen, obwohl sie dort nicht vorgesehen sind.
Diese sogenannten Fehlwürfe haben Folgen für den gesamten Abfallkreislauf: Wichtige Rohstoffe gehen verloren, die Kosten steigen und ein erfolgreiches Recycling wird erschwert oder verhindert.
Was in die Gelbe Tonne gehört
Nach dem Verpackungsgesetz müssen Verbraucherinnen und Verbraucher anfallende Verpackungen getrennt sammeln. In die Gelbe Tonne gehören ausschließlich leere Verpackungen aus Materialen wie:
Richtig getrennte Verpackungen können anschließend recycelt werden.
Stimmen aus der Verwaltung
Jürgen Förschler, Leiter der Technischen Dienste Pforzheim, betont, dass die Stadt das Problem direkt vor Ort angehen und Aufklärungsarbeit leisten wolle. Die Kampagne sei darauf ausgerichtet, die Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen und für eine korrekte Trennung zu sensibilisieren.
„Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger damit keinesfalls vorführen“, erläutert Förschler den Hintergrund der Aktion. Der Check-Up solle vielmehr helfen, über mögliche Fehlentsorgung aufzuklären und diese künftig zu vermeiden.
Tanja Leicht, Sachgebietsleiterin der Abfallwirtschaft Pforzheim, verweist auf das Ziel, die Sammelqualität in den Gelben Tonnen zu verbessern und mehr Recycling zu ermöglichen. Dafür sei es wichtig, die Bürgerinnen und Bürger einzubeziehen.
Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz
Die Stadt Pforzheim verbindet mit der Aktion nicht nur den Anspruch auf bessere Sortierung, sondern auch einen Beitrag zum Schutz wertvoller Rohstoffe und des Klimas. Nach Darstellung der Stadt leistet damit nicht nur die Kommune, sondern auch jede und jeder Einzelne einen wichtigen Beitrag.
Die Kampagne setzt damit auf Information statt auf Konfrontation: Die richtige Trennung soll verständlich gemacht und langfristig im Alltag verankert werden.
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