Bürgerweinberg am Höllenstein: Junge Reben entwickeln sich gut

Der Bürgerweinberg am Rottweiler Höllenstein gedeiht; geplant sind Rastplätze und Infotafeln. CIVITIS sucht weitere Engagierte für Weinbau und Landschaftspflege.

Von Redaktion Rottweil2 Min. Lesezeit
Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf, die Vorstandsmitglieder Michael Schuler, Elke Hugger, Thomas Lippert und Michael Severin Grimm sowie Dr. Sarah Jotz beim Besuch des Bürgerweinbergs am Höllenstein.

Foto: Bossert

Foto: Bossert

Die jungen Reben im Bürgerweinberg am Höllenstein haben sich über den Sommer gut entwickelt. Bei einem Besuch informierten sich Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf und Dr. Sarah Jotz von der Landesgartenschau Rottweil 2028 gGmbH beim Vorstand des Vereins CIVITIS Bürgerweinberg Rottweil e. V. über die Pflege der Anlage und die nächsten Schritte. Dabei kosteten sie auch die ersten Trauben.

Mit dem Bürgerweinberg wird eine historische Weinlage wieder bewirtschaftet. Laut Dr. Winfried Hecht wurden in Rottweil bereits 1401 erstmals Reben angepflanzt. Die Nutzung als Weinberg knüpft an diese Tradition an und hilft, ein Zuwachsen der Fläche zu verhindern. Zugleich dient sie der ökologischen Offenhaltung der Landschaft.

Die ehrenamtlichen Mitglieder von CIVITIS kümmern sich um die Reben. Während der sommerlichen Hitze bewässerten sie diese regelmäßig; dabei unterstützte sie der Betriebshof der Stadt Rottweil. „Die Mitglieder von CIVITIS bringen viel Zeit und persönlichen Einsatz in die Pflege der Weinberge ein“, sagte Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf. „Sie machen damit ein Stück Rottweiler Geschichte wieder sichtbar und übernehmen Verantwortung für die Bewirtschaftung der Flächen. Dafür danke ich allen Beteiligten.“

Geplante Ausstattung entlang des Wanderwegs

Die Bürgerweinberge am Höllenstein und am Schwarzen Felsen sollen künftig stärker in das örtliche Wanderwegenetz eingebunden werden. Vorgesehen ist, beide Standorte im Rahmen der geförderten Erweiterung des Höllensteinsaumpfads mit Ruhebänken, Beschattungselementen und Informationstafeln zum Thema „Wein in Rottweil“ auszustatten. Am Höllenstein soll der bestehende Weidezaun außerdem zwei Durchgangstore erhalten, um die Wegeanbindung zu verbessern.

Der Weg soll die Landschaft für Erholung und Naturerleben erschließen; die ehrenamtliche Bewirtschaftung greift zugleich die Weinbautradition auf und hält die Flächen offen. „Mit der Erweiterung des Höllensteinsaumpfads werden die Weinberge stärker mit den umliegenden Wegen verbunden“, sagte Dr. Sarah Jotz, zuständig für Baukoordination Daueranlagen und Entwicklung Grünflächen bei der Landesgartenschau Rottweil 2028 gGmbH. Die geplanten Rastmöglichkeiten und Informationen kämen den Menschen zugute, die dort unterwegs seien. Zugleich werde sichtbar, wie historische Landnutzung und heutige Landschaftspflege zusammenwirkten.

Weitere Lebensräume geplant

Der Verein möchte im Herbst einheimische Beerensträucher pflanzen, die insbesondere Vögeln Nahrung und Schutz bieten sollen. Am Schwarzen Felsen wurden bereits Steinriegel angelegt, die Reptilien und anderen wärmeliebenden Arten als Rückzugs- und Lebensräume dienen.

Der Weinberg am Schwarzen Felsen soll 2028 als integrierte Teilfläche zum Landesgartenschaugelände gehören. Von den Weinbergterrassen eröffnet sich der Blick auf den renaturierten Neckar und in Richtung Stadt.

CIVITIS freut sich über weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die sich für Weinbau, Natur und die gemeinsame Pflege der Flächen interessieren. Informationen zum Bürgerweinberg und zur Mitarbeit im Verein gibt es auf civitis.de.

Eigene Anzeige

Hier könnten Ihre Neuigkeiten stehen

Erreichen Sie Menschen in dieser Region – transparent als Anzeige gekennzeichnet.

Jetzt anfragen→

Hat dir der Artikel geholfen? Teile ihn gern: