Gemeinderat ebnet Weg für neue DLRG-Rettungswache in Langenargen

Der Gemeinderat Langenargen schafft einstimmig die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine neue DLRG-Rettungswache; die Finanzierung ist noch offen.

Von Redaktionsteam Langenargen2 Min. Lesezeit

Die DLRG-Ortsgruppe Langenargen plant, ihr bestehendes Heim durch eine neue Rettungswache zu ersetzen. Der Gemeinderat hat am 21. Oktober einstimmig die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen und der Abgrenzung eines künftigen Erbbaugrundstücks zugestimmt. Damit können die nächsten Schritte für Förderanträge vorbereitet werden. Eine abschließende Finanzierungszusage ist damit noch nicht verbunden.

Neubau mit Schulungs- und Übernachtungsbereich

Das geplante Hauptgebäude soll eine Grundfläche von rund 327 Quadratmetern haben. Vorgesehen sind Räume für den Rettungsdienst, Schulungs- und Übernachtungsmöglichkeiten sowie Umkleiden und Duschen. Hinzu kommen ein Übungsturm für die Seilrettung und eine separate Garage für das Rettungsfahrzeug. Eine öffentliche, barrierefreie Unisex-Toilette soll die bisherige öffentliche Toilette ersetzen.

Grundstück wächst auf 1.255 Quadratmeter

Für Förderanträge muss das Grundstück rechtlich gesichert sein. Das künftige Erbbaugrundstück auf dem bisherigen Flurstück 377 soll als neues Flurstück 377/2 gebildet werden und 1.255 Quadratmeter umfassen. Erbbauberechtigter soll der DLRG-Landesverband Baden-Württemberg werden. Die ursprünglich angedachte Fläche von rund 750 Quadratmetern erwies sich in der Detailplanung als nicht ausreichend.

Zusätzlicher Flächenbedarf entsteht unter anderem durch Ausgleichsmaßnahmen für den Eingriff in den Überschwemmungsbereich eines hundertjährigen Hochwassers (HQ 100). Vorgesehene Versickerungsflächen sollen dazu beitragen, das durch die Bebauung verdrängte Wasser auszugleichen. Der Gemeinderat erteilte außerdem das gemeindliche Einvernehmen zum Bauvorhaben. Die abschließende baurechtliche Prüfung und Genehmigung stehen noch aus.

Parkplätze bleiben öffentlich zugänglich

Für das Vorhaben sind insgesamt 17 Pkw- und 22 Fahrradstellplätze nachzuweisen. Vier Pkw-Stellplätze sollen auf dem Erbbaugrundstück liegen; die übrigen sollen über eine Ablösevereinbarung im Bereich der bestehenden öffentlichen Parkierungsfläche im Zufahrtsbereich geregelt werden. Für die Ablösung von 13 Pkw- und 18 Fahrradstellplätzen wären grundsätzlich 39.400 Euro zu entrichten. Die Gemeinde verzichtet auf diesen Betrag, solange das Gebäude als gemeinnützige DLRG-Rettungswache genutzt wird. Bei einem Wegfall oder einer Änderung dieser Nutzung kann die Ablöse nach Maßgabe der Vereinbarung nachgefordert werden.

Die Zufahrts- und Erschließungsflächen sowie die Parkierungsbereiche sollen als öffentliche Verkehrsflächen gewidmet werden. Die Stellplätze bleiben öffentlich zugänglich und gebührenpflichtig; sie werden nicht ausschließlich der DLRG zugeordnet.

Gemeindebeitrag noch nicht endgültig beschlossen

Als derzeit voraussichtlichen Beitrag der Gemeinde nannte die Verwaltung rund 350.000 Euro. Ziel sei, den kommunalen Finanzierungsanteil gegenüber früheren Überlegungen deutlich zu reduzieren. Zunächst müssen die baurechtlichen Voraussetzungen und die Grundstückssicherung vorliegen, damit die erforderlichen Förderanträge gestellt werden können. Über die endgültige Finanzierung und die Umsetzung soll entschieden werden, wenn die finanziellen Rahmenbedingungen geklärt sind. Mit dem Bau soll erst begonnen werden, wenn die Finanzierung gesichert ist.

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