Spaichingen verzeichnet 2025 fast genauso viele Straftaten wie im Vorjahr

In Spaichingen wurden 2025 insgesamt 453 Straftaten registriert. Während Gewalt- und häusliche Gewalt zurückgingen, nahm Cyberkriminalität zu.

Von Redaktionsteam Spaichingen1 Min. Lesezeit
Neutrale Ermittlungen

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In Spaichingen wurden 2025 insgesamt 453 Straftaten registriert. Das waren nahezu so viele wie im Vorjahr, als die Polizei 454 Fälle erfasste. Die Zahlen stammen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik und wurden am Montag von André Meyer, Leiter des Polizeireviers Spaichingen, im Gemeinderat vorgestellt.

Im Vergleich mit Städten wie Trossingen, Tuttlingen, Rottweil und Oberndorf am Neckar steht Spaichingen laut der Statistik gut da. Die Häufigkeitszahl lag bei 3.303 Straftaten je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Über die vergangenen zehn Jahre sei die Zahl der Straftaten in Spaichingen kontinuierlich gesunken.

Rückgänge bei Gewaltkriminalität

2025 wurden in Spaichingen weder Tötungsdelikte noch Fälle sogenannter Messerkriminalität registriert. Die Zahl schwerer Körperverletzungen sank gegenüber dem Vorjahr um rund 25 Prozent, von 15 auf 11 Fälle. Auch die Fälle häuslicher Gewalt gingen zurück: von 13 im Jahr 2024 auf 8 im Jahr 2025, ein Rückgang um mehr als 30 Prozent.

Cyberkriminalität nahm zu

Deutlich zugenommen hat laut Mitteilung die Cyberkriminalität. Dazu gehören unter anderem betrügerische Fakeshops und Anlagebetrug mit Aktien oder Kryptowährungen. Der finanzielle Schaden durch Cyberkriminalität belief sich 2025 im gesamten Landkreis Tuttlingen auf rund 60 Millionen Euro.

Die Aufklärungsquote in Spaichingen lag bei rund 53 Prozent. Meyer erklärte, Fahrrad- und E-Scooter-Diebstähle erschwerten die Aufklärung. Bei den im vergangenen Jahr registrierten E-Scooter-Diebstählen habe die Polizei keine Tatverdächtigen ermitteln können. In anderen Bereichen, etwa bei der Rauschgiftkriminalität, sei die Aufklärungsquote deutlich höher.

Die Ermittlungen des Polizeireviers richteten sich 2025 gegen insgesamt 233 Tatverdächtige. 53 Prozent hatten die deutsche Staatsangehörigkeit, rund 70 Prozent waren erwachsen. Die Mehrheit war männlich.

Meyer zog das Fazit, das Leben in Spaichingen sei vergleichsweise sicher. Die Kriminalität liege unter dem Durchschnitt des Landkreises Tuttlingen und deutlich unter dem Landesdurchschnitt von Baden-Württemberg.

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