Regina Braungart spricht am 10. November über Volksgemeinschaft und NS-Verbrechen

Die Spaichinger Journalistin Regina Braungart spricht am 10. November in Tuttlingen über Mitverantwortung, Scham und Verdrängung im Nationalsozialismus.

Von Redaktion Tuttlingen1 Min. Lesezeit
Stolpersteine Tuttlingen

Foto: Stadt Tuttlingen

Foto: Stadt Tuttlingen

Warum unterstützten viele Deutsche das nationalsozialistische Regime oder nahmen dessen Verbrechen hin? Und warum schwiegen viele nach dem Krieg? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Spaichinger Journalistin Regina Braungart am Dienstag, 10. November, um 19 Uhr im „Felsen“ in Tuttlingen.

Der Vortrag trägt den Titel „Volksgemeinschaft, Opportunismus und Scham – Wie die Deutschen Euthanasie und andere Menschheitsverbrechen zuließen und danach schwiegen“. Braungart stützt sich dabei auf Forschungen des Historikers und Politikwissenschaftlers Götz Aly. Im Mittelpunkt stehen auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Vorteile, die Teile der Bevölkerung aus der NS-Herrschaft zogen, sowie die Frage nach Mitverantwortung, Scham und Verdrängung.

Anhand lokaler Beispiele und eigener Erfahrungen will Braungart zeigen, warum einfache Einteilungen in Täter und Unbeteiligte oft zu kurz greifen. Die Vorsitzende der Initiative KZ-Gedenken in Spaichingen stellt zudem Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen her.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Rittergartenverein statt und gehört zur Gedenkwoche „#tuttlingengedenkt“. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Termine zum Auftakt der Gedenkwoche finden sich in unserem Bericht über die Veranstaltungen am 8. Novemberexterner Link, öffnet ein neues Fenster.

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