Wöhrdenbrücke: Schäden entdeckt, keine akute Einsturzgefahr

Die Wöhrdenbrücke in Tuttlingen muss nicht sofort gesperrt werden: Tragende Spannstähle sind intakt, doch das nördliche Widerlager ist beschädigt.

Von Redaktion Tuttlingen1 Min. Lesezeit
MRT für eine Brücke: Das Team der MPA bei der Arbeit.

Foto: Stadt Tuttlingen

Foto: Stadt Tuttlingen

Die Wöhrdenbrücke in Tuttlingen muss nicht sofort gesperrt werden. Eine Untersuchung der Materialprüfungsanstalt Stuttgart (MPA) ergab, dass die tragenden Spannstähle im Beton nicht verrostet und keine akute Einsturzgefahr gegeben ist. Zugleich wurden Schäden am Beton des nördlichen Widerlagers festgestellt.

Die Tonnagebeschränkung auf 7,5 Tonnen bleibt bestehen. Laut Stadt sind die Schäden am Widerlager nicht so groß, dass sofort gehandelt werden müsste. Die Untersuchung durch die MPA dauerte eine Woche; die Fachleute machten das Innere des Betons mithilfe spezieller Messgeräte und Magnetfelder sichtbar.

Sanierung oder Neubau stehen zur Prüfung

Die Stadt will in den kommenden Monaten eine wirtschaftliche Lösung ausarbeiten. Zu prüfen ist, ob das beschädigte Widerlager saniert oder die Brücke abgerissen und neu gebaut wird. Eine Sanierung könnte dazu führen, dass der übrige Teil der Brücke einige Jahre später ebenfalls erneuert werden muss und dann erneut eine Sperrung nötig wäre.

Unabhängig von der Entscheidung wird die Wöhrdenbrücke für längere Zeit ausfallen. Das dürfte größere Verkehrsprobleme nach sich ziehen. Mit mehreren Jahren Vorlauf könne das Vorhaben so geplant werden, dass größere parallele Baustellen vermieden werden, teilte die Stadt mit. Oberbürgermeister Michael Beck stellte die Untersuchungsergebnisse am Montag im Gemeinderat vor.

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