Ulm startet Transformationsagenda für die Stadtverwaltung

Die Stadt Ulm will ihre Verwaltung neu ausrichten. Der Gemeinderat hat die Verwaltung mit der Umsetzung der Transformationsagenda Ulm (TAU) beauftragt. Ziel ist, die Handlungsfähigkeit langfristig zu sichern und den Service für Bürgerinnen und Bürger weiterzuentwickeln.
Die Stadt will dafür die Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg verbessern. Bei Themen wie Klimaschutz und -anpassung, Stadtsauberkeit oder sozialem Zusammenhalt sollen die beteiligten Bereiche frühzeitig zusammenarbeiten und gemeinsame Ziele verfolgen. Zugleich sollen für vergleichbare Aufgaben nicht unnötig unterschiedliche Lösungen entstehen. Der Stadtkonzern beschäftigt rund 4.500 Mitarbeitende.
Digitalisierung soll Abläufe durchgängig machen
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ende-zu-Ende-Digitalisierung: Ein Online-Antrag soll künftig ohne Medienbrüche bearbeitet werden können – bis zur digitalen Rückmeldung und elektronischen Archivierung. Aufeinander abgestimmte Veränderungen sollen den Arbeitsalltag entlasten und der Verwaltung mehr Kapazitäten für ihre Aufgaben verschaffen.
Die TAU soll bereits laufende Organisationsprojekte unter anderem bei den Bürgerdiensten sowie in den Bereichen Soziales und Kita zusammenführen und besser aufeinander abstimmen. Für den Herbst 2026 sind ein Transformationsnetzwerk und ein Fachbeirat vorgesehen. Mitarbeitende und Führungskräfte sollen gemeinsam an Veränderungen arbeiten; anschließend sollen abteilungsübergreifende Teams ausgewählte Aufgaben bearbeiten und Lösungen entwickeln.
Als Gründe für die Modernisierung nennt die Stadt Fachkräftemangel, Personalengpässe in einigen Abteilungen, eine steigende Zahl von Aufgaben und begrenztere finanzielle Spielräume der Kommunen. Oberbürgermeister Martin Ansbacher sagte: „Die Zeiten bleiben herausfordernd und die Aufgaben werden nicht weniger. Und in diesen Zeiten fordern die Menschen zurecht, dass ihre Stadt verlässlich funktioniert, erreichbar ist und gute Lösungen für Probleme findet. Genau deswegen starten wir unsere Transformationsagenda. Wir wollen bewahren, was gut läuft, und dort besser werden, wo es nötig ist“.
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