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Sechs Köpfe im Kunstvermittlungsteam der Städtischen Galerie

Jüngere Besucherinnen und Besucher werden von der Führung bis zum Kreativraum kindgerecht an bildende Kunst herangeführt

Von Offenburgs Redaktion11.09.26, 19:24

Mit viel Herzblut und Empathie vermittelt das sechsköpfige Kunstvermittlungsteam der Städtischen Galerie bildende Kunst an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Drei der freien Mitarbeiterinnen konzentrieren sich dabei auf die jüngsten Besucherinnen und Besucher im Alter von drei Jahren bis zur vierten Klasse: Isolde Finhold, Jutta Hoog und Conny Eberhardt.

Für die drei Kunstvermittlerinnen ist es der schönste Lohn, wenn ein Kunstwerk die Seele eines Kindes berührt und öffnet. Gemeinsam bereiten sie die laufenden Ausstellungen kindgerecht vor und überlegen immer wieder neu, wie sich Kunstwerke den Kleinen näherbringen lassen.

Eine Führung durch die Ausstellung dauert rund eine Stunde. Dabei wecken die Kunstvermittlerinnen die Neugier der Kinder etwa durch Fragen oder durch bekannte Spiele wie „Ich sehe was, was Du nicht siehst“. Ziel ist es, Kunst greifbar und verständlich zu machen.

Isolde Finhold verweist darauf, dass Kinder offen und begeisterungsfähig seien und man genau daran anknüpfe. Jutta Hoog betont, dass Kinder Geschichten liebten, die auch in jedem Bild steckten. Conny Eberhardt berichtet, dass Kinder beim Betreten einer Ausstellung oft erst still würden und ins Staunen gerieten. Zugleich falle es ihnen im ersten Moment manchmal schwer, die Kunstwerke nicht anfassen zu dürfen.

Die drei erfahrenen Kunstvermittlerinnen beziehen deshalb auch andere Sinne ein, etwa das Sehen, Riechen oder die Vorstellung, wie sich etwas anfühlen könnte. Nach der Führung folgt der praktische Teil des Galeriebesuchs im Kreativraum der benachbarten VHS. Dort werden die Eindrücke der Kinder zu einem Kunstwerk der Ausstellung künstlerisch verarbeitet.

Patricia Potrykus, Leiterin der Städtischen Galerie, bedauert, dass es dort keinen eigenen Kreativraum gibt. Sie freut sich zugleich darüber, dass Kinder, die in der Ausstellung zunächst kaum sprechen, im kreativen Teil oft ganz aus sich herausgehen und ihre Gedanken künstlerisch übersetzen. Das Trio versteht diesen Prozess ausdrücklich nicht als Bastelstunde.

Der Besuch in der Städtischen Galerie wird in den Einrichtungen häufig thematisch weiterverarbeitet, was die Kunstvermittlerinnen begrüßen. Das Vorurteil, Kunst sei nichts für Kinder, lehnen sie ab. Nicht selten begegnen sie den Kindern nach dem Ausstellungsbesuch später sogar mit ihren Eltern wieder.

Für Gruppen von der Kita über Sondereinrichtungen bis zur Grundschule sind die Kunstvermittlerinnen offen. Patricia Potrykus schreibt alle Kitas und Grundschulen in Offenburg und der ganzen Ortenau an und beschreibt die Ausstellungen kindgerecht. Die Anmeldung läuft über ihre Mitarbeiterin Katja Bindel, die zwischen den Kunstvermittlerinnen und den Einrichtungen einen Termin vereinbart. Der Termin findet meistens vormittags statt, wenn die Städtische Galerie geschlossen ist.

Nach Angaben von Potrykus haben die Kunstvermittlerinnen in diesem Jahr bereits 30 Führungen absolviert; weitere sind gebucht. Die Galerie hofft auf weitere Anmeldungen.

Anmeldung und Buchung für Kindergärten und Schulen

Katja Bindel
Telefon: 0781/82-2040
E-Mail: [email protected]
Link: www.galerie-offenburg.de/besuch/kunstvermittlung

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Sechs Köpfe im Kunstvermittlungsteam der Städtischen Galerie
Sechs Köpfe im Kunstvermittlungsteam der Städtischen GalerieFoto: offenburg.de

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