Treibhausgas-Ausstoß im Landkreis Lörrach sinkt um fünf Prozent

Der Landkreis Lörrach stieß 2025 vorläufig fünf Prozent weniger Treibhausgase aus als im Vorjahr, lag aber 14 Prozent über dem Zielpfad.

Von Redaktion LK Lörrach2 Min. Lesezeit
Metallteile auf einer Werkbank in einer fiktiven Industriehalle.

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Der Treibhausgas-Ausstoß im Landkreis Lörrach ist 2025 gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent gesunken. Insgesamt wurden 1,34 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalente ausgestoßen. Damit lag der Wert jedoch rund 167.000 Tonnen beziehungsweise 14 Prozent über dem Zielpfad von 1,18 Millionen Tonnen. Die Ergebnisse sind vorläufig, weil noch nicht alle Daten vorliegen.

Das geht aus dem neuen Klimaschutz-Report des Landkreises hervor. Die Energieagentur Südwest hat die Daten erhoben und ausgewertet; Grundlage ist der Datenstand von September 2026. Auch die Entwicklungen in den Städten und Gemeinden werden im jährlichen Bericht erfasst.

Wärme verursacht den größten Anteil

Mit 667.000 Tonnen entfiel knapp die Hälfte der Emissionen auf den Wärmesektor. Der Verkehr verursachte 451.000 Tonnen, etwa ein Drittel der Gesamtemissionen. Auf Industrieprozesse entfielen 115.000 Tonnen, auf Landwirtschaft und Landnutzung 96.000 Tonnen. Der Stromsektor kam auf 16.500 Tonnen beziehungsweise 1,2 Prozent.

Der Gesamtenergieverbrauch sank um zwei Prozent, der Stromverbrauch um vier Prozent. Im Wärmesektor nahm der Fernwärmeverbrauch um 32 Prozent zu, die Wärme aus erneuerbaren Quellen um 19 Prozent. Dieser Wert ist noch vorläufig, weil die Daten der Schornsteinfeger fehlen. Zugleich stieg der Erdgasverbrauch in privaten Haushalten und im Gewerbe um zwei Prozent.

Erneuerbare Stromerzeugung im Jahresvergleich rückläufig

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen ging 2025 gegenüber dem Vorjahr um etwa 20 Prozent zurück. Der Bericht führt dies auf Niedrigwasser infolge einer langanhaltenden Dürreperiode zurück, das die Erzeugung der Wasserkraftwerke verringerte. Zudem war 2024 für die Wasserkraft ein außergewöhnlich starkes Jahr.

Den Strombedarf des Landkreises deckten erneuerbare Quellen dennoch vollständig: 906.000 Megawattstunden Ökostrom standen einem Verbrauch von 861.000 Megawattstunden gegenüber. Zugleich kamen 2025 rund 37.000 MWp Photovoltaik-Bruttoleistung hinzu – mehr als in jedem früheren Jahr.

Die Emissionen im Mobilitätssektor sanken um ein Prozent. Für prozessbedingte Emissionen der Industrie liegen laut Bericht wegen erschwerter Abfragen nur belastbare Daten aus der mineralischen Industrie vor; dort gingen sie um sechs Prozent zurück.

Ziel: klimaneutrale Region bis 2040

Der Landkreis strebt an, bis 2040 eine klimaneutrale Region zu werden. Bis 2030 sollen die Treibhausgas-Emissionen gegenüber 1990 um 65 Prozent sinken. Grundlage des jährlichen Klimaschutz-Reportings ist ein Kreistagsbeschluss vom November 2022. Das Reporting und das Klimaschutzkonzept sind auf der Internetseite des Landkreisesexterner Link, öffnet ein neues Fenster einsehbar.

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