Q-Fieber im Zollernalbkreis: 20 Infektionen bestätigt

Im Zollernalbkreis sind 20 Q-Fieber-Infektionen bestätigt, davon 17 in Rangendingen. Die Erregerquelle ist trotz Untersuchungen ungeklärt.

Von Redaktion LK Zollernalbkreis1 Min. Lesezeit
Ein Lamm liegt auf Heu.

Foto: mit der Bitte um Veröffentlichung

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Im Zollernalbkreis sind bislang 20 Q-Fieber-Infektionen beim Menschen bestätigt. Das Geschehen klingt nach Einschätzung des Landratsamts zunehmend ab. Die Quelle des Erregers blieb trotz Untersuchungen des Veterinäramts ungeklärt.

Der jüngste Nachweis ging am Dienstag, 20. Oktober, beim Gesundheitsamt ein. Er betraf eine Person aus Rangendingen, deren Symptome bereits rund vier Wochen zuvor begonnen hatten. Die nachträgliche Blutuntersuchung bestätigte die Erkrankung; es handelte sich damit nicht um eine neue Infektion.

Die 20 registrierten Fälle verteilen sich auf Rangendingen mit 17, Hechingen mit zwei und Meßstetten mit einem Fall. Das Veterinäramt untersuchte sieben Schaf-, Ziegen- und Rinderhaltungen, die als mögliche Quellen eingestuft worden waren. In keiner wurde der Erreger nachgewiesen. Der Fall aus Meßstetten steht nach Einschätzung der Behörde nicht mit dem Geschehen in Rangendingen in Zusammenhang.

Quelle des Erregers bleibt offen

Q-Fieber wird durch das Bakterium Coxiella burnetii verursacht. Es wird insbesondere bei der Geburt von Lämmern und Kälbern ausgeschieden und kann in der Umwelt über Monate bis zu mehreren Jahren infektiös bleiben. Die Übertragung auf Menschen erfolgt hauptsächlich durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder durch das Einatmen erregerhaltiger Staubpartikel, die der Wind auch über größere Entfernungen tragen kann.

Die anhaltende Trockenheit könnte die Ausbreitung über Staub begünstigt haben. Die jüngsten Regenfälle dürften Staub gebunden und so die Verbreitung verringert haben. Deshalb wird derzeit nicht mit einem deutlichen weiteren Anstieg der Fallzahlen gerechnet. Offen bleibt, ob die Infektionen auf ein aktuelles oder ein länger zurückliegendes Eintragsereignis zurückgehen.

Weil bei grippeähnlichen Symptomen inzwischen häufiger auf Q-Fieber getestet und gegebenenfalls nachgetestet wird, können weitere rückblickende Nachweise hinzukommen. Personen mit Herzerkrankungen oder Immundefekten sowie Schwangere haben ein höheres Risiko für eine chronische Erkrankung. Schwangeren in Rangendingen wird grundsätzlich eine Blutkontrolle zum Ausschluss einer Infektion empfohlen.

Bereits am 23. September berichteten wir über die ersten vier gemeldeten Fälle: Q-Fieber-Fälle im Zollernalbkreisexterner Link, öffnet ein neues Fenster.

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