Langenargen vergibt Planung für erstes Wärmenetz im Ortskern

Der Langenargener Gemeinderat vergibt die Planung für eine Wärmenetz-Trasse vom Schulzentrum Richtung Ortskern für 174.788 Euro netto.

Von Redaktionsteam Langenargen1 Min. Lesezeit

Der Langenargener Gemeinderat hat die Planung für das „Gebäudenetz Langenargen Trasse 0“ einstimmig an die Ingenieurbüro Wasser-Müller GmbH aus Biberach vergeben. Der Auftrag umfasst 174.788,22 Euro netto.

Geplant wird zunächst eine Trasse vom Schulzentrum in Richtung Ortskern. Über sie sollen insbesondere das Hospital und weitere wichtige Liegenschaften an ein Wärmenetz angeschlossen werden. Die bestehende Heizzentrale am Schulzentrum soll für diesen ersten Abschnitt weiter genutzt werden; eine neue Heizzentrale ist dafür zunächst nicht erforderlich.

Erster Baustein für einen möglichen Ausbau

Die Trasse soll so geplant werden, dass sie später in ein größeres Wärmenetz integriert und schrittweise erweitert werden kann. Die Planung baut auf der kommunalen Wärmeplanung und bisherigen Untersuchungen zu geeigneten Versorgungsgebieten auf.

Zu klären sind unter anderem die benötigte Wärmeerzeugungskapazität, mögliche Erweiterungen der Heizzentrale und die Wirtschaftlichkeit. Auch das Interesse weiterer Gebäude an einem Anschluss soll ermittelt werden. Für die Wirtschaftlichkeit sei eine ausreichende Zahl angeschlossener Gebäude und eine entsprechend hohe Wärmenachfrage entscheidend, erläuterte die KWA Contracting AG in der Sitzung.

Untersucht werden sollen außerdem mögliche Standorte und Erweiterungsmöglichkeiten für die künftige Wärmeerzeugung. Erneuerbare Energiequellen, etwa Wärmepumpen mit Umweltwärme, sollen dabei eine wichtige Rolle spielen. Die technische Ausgestaltung ist noch offen. Mögliche Synergien mit anderen Tiefbauarbeiten, etwa der Erneuerung von Wasserleitungen und Hausanschlüssen, sollen ebenfalls betrachtet werden. Solche zusätzlichen Maßnahmen sind nicht Teil des jetzt vergebenen Auftrags und müssten gegebenenfalls gesondert geprüft und beauftragt werden.

Die Auftragssumme liegt über dem ursprünglich vorgesehenen Planungsrahmen von rund 150.000 Euro. Dieser wurde auf rund 175.000 Euro angepasst; die erforderlichen Mittel stehen im Haushalt 2026 bereit. Bei der Vergabe gingen zwei Angebote ein, die anhand festgelegter Kriterien bewertet wurden.

Weitere Hintergründe zu den Langenargener Planungen für ein schrittweise auszubauendes Wärmenetz finden sich in unserem früheren Bericht zur Einwohnerversammlungexterner Link, öffnet ein neues Fenster.

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