Donaueschingen saniert zwei Hauptabwasserkanäle

Donaueschingen saniert zwei Hauptabwasserkanäle im Haberfeld: 1,2 km, grabenlos von innen, 1,9 Mio. Euro. Schäden an Rohren aus den 1960ern.

Von Redaktionsteam Donaueschingen1 Min. Lesezeit
Beteiligte Personen (von links) stehen vor einem Baustellen-/Kanalumfeld; im Hintergrund ist technische Infrastruktur im Zusammenhang mit der Kanalsanierung zu sehen.

Foto: Stadtverwaltung Donaueschingen, Jennifer Schwörer

Foto: Stadtverwaltung Donaueschingen, Jennifer Schwörer

In Donaueschingen laufen derzeit Sanierungsarbeiten an zwei zentralen Hauptabwasserkanälen im Bereich Haberfeld. Betroffen sind Abschnitte in der Stadionstraße/Brigachweg sowie in der Prinz-Fritzi-Allee. Die Stadt arbeitet dabei mit den Gemeinden des Gemeindeverwaltungsverbandes Hüfingen, Bräunlingen, Bad Dürrheim und Brigachtal zusammen.

Die Leitungen mit einem Durchmesser von 1,40 Metern stammen aus den 1960er-Jahren. Nach mehr als sechs Jahrzehnten im Betrieb weisen sie nach Angaben der Stadt deutliche altersbedingte Schäden auf. Bei routinemäßigen Untersuchungen mit Spezialkamera wurden unter anderem Materialkorrosion, undichte Muffen und starke Wurzeleinwüchse festgestellt.

Sanierung von innen und ohne Großbaustelle

Die Arbeiten sind notwendig, um Rohreinstürze zu vermeiden und zu verhindern, dass Abwasser ins Grundwasser gelangt oder Grundwasser in die Kläranlage eindringt und dort die Reinigungsprozesse stört. Während der Maßnahme wird das Wasser über große Rohrleitungen umgeleitet, die in der Prinz-Fritzi-Allee und in der Stadionstraße verlegt wurden. Diese dienen als provisorische Wasserhaltung.

Statt einer aufwendigen offenen Baustelle setzen die Beteiligten auf grabenlose Verfahren. Der Kanal wird dabei von innen über Einstiegsschächte saniert, entweder mit einem Schlauchliner-Verfahren oder durch punktuelle manuelle Reparaturen. Für den Einzug des Gewebeschlauches müssen die Schächte geöffnet werden; dazu werden die oberen Deckenplatten abgenommen.

Nach Abschluss der Arbeiten soll das Rohrinnere wieder dicht sein und besser gegen Korrosion sowie künftigen Wurzeleinwuchs geschützt sein. Die Lebensdauer der Kanäle soll sich dadurch um rund 50 Jahre verlängern.

Für die Gemeinschaftsmaßnahme sind laut Mitteilung rund 1,9 Millionen Euro veranschlagt. Insgesamt werden 1,2 Kilometer Hauptsammler saniert.

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