Norderweiterung Gewerbegebiet Breitelen Strangen mit Anschluss und Infrastruktur
Erschließungsarbeiten auf rund 5 Hektar abgeschlossen; Bewerbungsverfahren ab 21. September 2026, Gewässerumlegung Stillen Musel als Hochwasserschutz bis Sommer 2027 vorgesehen
Die Erschließungsarbeiten für die rund 5 Hektar große Norderweiterung des Gewerbegebiets Breitelen Strangen sind abgeschlossen. Nach Angaben der Stadt Donaueschingen ist damit ein weiterer Schritt für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt vollzogen und die Grundlage für zusätzliche Gewerbeflächen geschaffen worden. Das veranschlagte Investitionsvolumen beträgt rund 4,25 Millionen Euro.
Seit dem offiziellen Start der Bauarbeiten im Frühjahr 2025 wurde die Erweiterungsfläche über die Raiffeisenstraße an das bestehende Gewerbegebiet angeschlossen und mit einer modernen Versorgungsinfrastruktur ausgestattet. Nördlich des Ziegelhofs entstand ein neuer Kreisverkehr, über den das Gebiet direkt an die B 27 angebunden wird. Zudem wurde die Dürrheimer Straße saniert, mit neuen Bushaltestellen versehen und um einen neuen Geh- und Radweg ergänzt.
Im Erweiterungsgebiet selbst wurden neben der Straßen-, Wasser- und Abwassererschließung auch Leitungen für Breitband, Nahwärme und Strom mitverlegt.
Oberbürgermeister Erik Pauly sieht darin einen wichtigen Beitrag für den Standort Donaueschingen. Mit der Norderweiterung des Gewerbegebiets würden attraktive Entwicklungsmöglichkeiten für Unternehmen geschaffen und die Verkehrsinfrastruktur im Bereich der Dürrheimer Straße und des neuen Kreisverkehrs deutlich aufgewertet.
Noch ausstehend ist die Gewässerumlegung der Stillen Musel als notwendige Ausgleichsmaßnahme für den Hochwasserschutz. Nach Angaben der Stadt verzögern sich die Arbeiten, weil dafür ein eigenständiges Bodenschutzkonzept erstellt werden musste und die Fischschonzeit von Oktober bis Ende Mai das mögliche Bauzeitfenster begrenzt. Die Umsetzung ist nach aktuellem Stand für Sommer 2027 vorgesehen.
Bewerbungsverfahren startet am 21. September
Am Montag, 21. September 2026, startet offiziell das Bewerbungsverfahren für die neu erschlossene Erweiterungsfläche. Unternehmen können sich dann um die Gewerbegrundstücke auf den rund 5 Hektar großen Flächen am nördlichen Stadtrand bewerben.
Grundlage für die Vergabe ist eine Vergaberichtlinie. Die Bewerbung erfolgt mithilfe eines Bewerbungsformulars. Das Formular, die Vergaberichtlinie mit Lageplan sowie die Bebauungspläne sind zum Start des Bewerbungsverfahrens über die städtische Homepage abrufbar.
Die Bewerbungsphase endet am 15. November 2026. Nach Ablauf der Frist wertet die Stadtverwaltung die eingegangenen Bewerbungen aus und informiert die Unternehmen anschließend über das Ergebnis. Die endgültige Entscheidung über die Vergabe der Gewerbeflächen trifft der Gemeinderat.
Sollten nicht alle Flächen vergeben werden können, will die Stadt die verbleibenden Grundstücke anschließend veröffentlichen und später anfragenden Unternehmen anbieten. Die eigentlichen Grundstücksverkäufe sind voraussichtlich für das Jahr 2027 vorgesehen. Bis dahin stehen nach Angaben der Stadt noch vorbereitende Arbeiten wie Grundstücksvermessungen sowie die Kalkulation der Anschluss- und Erschließungsbeiträge an. Ein genauer Termin für die Verkäufe kann deshalb noch nicht genannt werden.
Für die Gewerbeflächen gelten folgende Preise: 125 Euro pro Quadratmeter für unbelastete Flächen und 85 Euro pro Quadratmeter für belastete Flächen. Als Belastungen nennt die Stadt bestehende Strommasten und vorhandene Erdkabel. Diese sind den Bewerbungsunterlagen zu entnehmen. In den betroffenen Bereichen seien auch Mischlösungen mit anteilig belasteten und unbelasteten Flächen gewünscht.
Alle Informationen zum Bewerbungsverfahren sowie die Bewerbungsunterlagen sollen zum Bewerbungsstart am 21. September 2026 auf der städtischen Homepage veröffentlicht werden.
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